Über die Kraft der Kunst

Marktoberdorfer Gymnasiasten präsentieren Kultur-Revue „Mach was Gscheit’s!“

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Die Schüler des P-Seminars „Psychologie und Lebensrolle“ zogen das Publikum mit ihrer Kultur-Revue in den Bann.

Marktoberdorf – Mit dem Leben als Künstler und der Aufgabe von Kultur beschäftigten sich die Schüler des P-Seminars „Psychologie und Lebensrolle“ am Gymnasium Marktoberdorf und präsentierten das Ergebnis in der Filmburg Marktoberdorf in einer Kultur-Revue mittels aufwendiger filmischer Interviews, Theater-Szenen und Musik. Die Kultur-Revue „Mach was Gscheit’s!“ fand in Kooperation mit der Theaterschule mobilé statt, die 2018 ihr 35-jähriges Jubiläum feierte.

Die Schüler zeichneten die Wege von 22 ehemaligen Schüler des Gymnasiums Marktoberdorf und/oder der Theaterschule mobilé nach, die inzwischen alle als Profis in der großen weiten Kultur-„Welt“ leben – als Schauspieler, Musiker, Regisseure, Kulturmanager und mehr. Das mobilé als „Ort der Verwandlung“ sieht sich als Spielplatz für Kreativität und geistige Bewegungsfreiheit.

Kreativ setzten auch die Schüler des P-Seminars, die zum Teil selbst im mobilé aktiv sind, ihre Kultur-Revue in Szene und verbanden in einem interdisziplinären Zusammenspiel Theater und Film: In das von den Schülern selbst geschriebene und aufgeführte Stück über den Künstler-Freund der Tochter und seiner „brotlosen“ Kunst wurden Interviewsequenzen eingestreut. Auf die Frage, was Kunst bedeutet, was sie bewirken kann, und wie es es sich als Künstler lebt, gaben im Interview Schauspieler, Theaterdarsteller und Musiker wie Anna Hofbauer, Christoph Schlemmer, Christian Kögel, Nina Reithmeier und Urs Winiger vielfältige Antworten. Sie sprachen über die Kraft der Kunst, die Gesellschaft zu verändern, Menschen zu erreichen, über das Scheitern und existentielle Unsicherheit, und darüber, sich durch seine Kunst zu definieren. Für die Producerin und Filmemacherin Grete Liffers ist es wichtig, Filme zu machen, „die Menschen berühren, die einen Denkanstoß bringen, die irgendetwas in dir in Bewegung setzen“. „Die Auseinandersetzung mit Kunst, Kultur, Musik, Literatur ist immer auch eine Auseinandersetzung mit einem selbst“, sagt der internationale Konzertagent Tobias Wimmer.

Die Schüler des P-Seminars begegneten den Künstlern „mit zunehmender Faszination“, erzählt Seminarleiter Claus Strunz. Für die jungen Menschen sei das Genre- und grenzenüberwindende Projekt fernab langweiliger Theorie etwas „ganz Besonderes“ gewesen. Im spannenden Prozess hätten sie viel dazugelernt – über das Führen von Interviews, den Filmschnitt, das Schreiben und Proben von Theater-Szenen, und konnten für sich vielfältige Eindrücke und Inspiration gewinnen: Wie zum Beispiel, „dass man auch mal scheitern darf, da man im Endeffekt nur in etwas brillieren kann, das man zu tun liebt“.

von Mahi Kola

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