"Generation Zuversicht"

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Landwirtschaftstechnik war einer der Marktplätze, für die sich Schüler und Eltern interessierten.

Germaringen – Bereits zum achten Mal trafen sich Betriebe, Ausbildungseinrichtungen und Schüler mit ihren Eltern zum „Marktplatz der Berufe“ in der Mittelschule, um sich über Berufsausbildungsangebote in der Region zu informieren.

Die Schüler hatten sich, wie jedes Jahr, die Firmen und Ausbildungsangebote vorher ausgesucht und Fragen vorbereitet. Thomas Fochler, Klassenlehrer der 9C und zugleich SchuleWirtschaft-Experte für das Ostallgäu, erklärte: „Die Eltern lassen heute den Kindern bei der Berufswahl freie Hand, im Gegensatz zu früher“. Die meisten Schüler kämen in erreichbarer Nähe in Ausbildung. So hätten in einer 10. Klasse bereits vier Schüler einen unterschriebenen Ausbildungsvertrag bei der Firma Mayr in Mauerstetten und fangen dort gemeinsam ihre Ausbildung an. 

In seiner Begrüßungsrede nahm Rektor Josef Kreuzer die Frage mancher Eltern vorweg: „Ist die Berufsausbildung heute noch so planbar wie früher?“ Aus vielen Gesprächen mit Schülern und Lehrern konnte er beruhigen und bestätigen, dass die Jugendlichen trotz Flüchtlingsthematik mit Zuversicht vorwärts gehen. Er zitierte aus einer Studie und nannte sie: „Generation Zuversicht“. 

Anschließend verteilten sich die Schüler mit ihren Eltern auf die Klassenzimmer und informierten sich über die Ausbildungsangebote. Die Firmen nutzen dabei auch die Möglichkeit, sich selbst vorzustellen und erzielten damit auch bei den Eltern Interesse. Nach der ersten zwanzigminütigen Vorstellungsrunde der Firmen wurde gewechselt und die nächste Firma im nächsten Zimmer angestrebt. 

Fochler bestätigte: „Wir veranstalten das jedes Jahr, dadurch kommen manche Eltern schon zum dritten Mal, sind aber immer wieder beeindruckt von den Infos und Ausbildungsangeboten der Firmen“. Nach der zweiten Runde ergaben sich auch die ersten Rückmeldungen der Betriebe. Mädchen seien bei den technischen Berufen stets willkommen. „Die Mädchen stellen sich bei den praktischen Arbeiten oft besser an, als die Jungs“ meinte Harald Wetzler von Elek­trotechnik Wetzler aus Blonhofen. 

Als wichtigste Empfehlung gab Fochler den Schülern mit: „Unbedingt ein Praktikum machen, um den Beruf kennen zu lernen. Das empfehlen auch die Betriebe“. Überraschendes hörte man von Reinhold Echtler, erster Obermeister der Schreiner-Innung Kaufbeu­ren-Marktoberdorf: „Wir hatten viele Mädchen, die sich für den Schreinerberuf interessieren“. 

Im Anschluss an die dritte und letzte Runde fasste Kreuzer zusammen: „Unser Konzept läuft nun im achten Jahr und hat sich bestätigt.“ Im Vergleich zu anderen Berufs-Informationsveranstaltungen könnten sich hier die Betrieb durch die Vorauswahl von drei Firmen je Schüler mit sehr viel Ruhe auf die Schüler und Eltern konzentrieren. „Durch die Verfügbarkeit von Beamern in den Klassenzimmern, sind die vorbereiteten Präsentationen der Firmen viel professioneller“ sagte Kreuzer zufrieden. 

Abschließend tauschten Veranstalter, Lehrer und Firmenvertreter ihre Erfahrungen in Einzelgesprächen aus. Aus den Gesprächen mit den Betrieben ergäben sich bereits jetzt Änderungen für das nächste Jahr, so Fochler: „Wir werden im nächsten Jahr nur zwei Durchgänge für die Firmenpräsentationen machen, diese aber zeitlich verlängern. Die Firmen wollen wieder kommen.“

von Wolfgang Krusche

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