Eine gute finanzielle Situation

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An dieser Stelle im Zentrum von Mauerstetten soll nach dem Wunsch des Bauherrn ein Therapie- und Fitnesshaus mit drei Wohnungen entstehen.

Mauerstetten – Die Gemeinde Mauerstetten gehört im Ostallgäu zu den Kommunen mit der stärksten Wirtschaftskraft. Dies wurde bei der letzten Sitzung des Gemeinderats deutlich. Bereits im Frühjahr dieses Jahres war der Ort nach einer letzten Ratenzahlung schuldenfrei. Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Haushalt für das Jahr 2015.

Das Gesamtvolumen mit 11,56 Millionen Euro gilt als eines der höchsten in der Geschichte der Gemeinde. Angesichts der ausgeglichenen Finanzlage sprach Bürgermeister Armin Holderried von einer „guten finanziellen Situation“. 

Der Verwaltungshaushalt erfuhr mit 6,37 Millionen Euro zwar eine Steigerung von 2,27 Prozent gegenüber dem Vorjahr, jedoch konnten rund 1,4 Millionen Euro in den Vermögenshaushalt überführt werden, der damit ein Volumen von 5,18 Millionen Euro aufweist. Die Investitionen betrugen 1,6 Millionen Euro. Davon sind alleine für die Sportanlagen mit Tennisanlage und -heim sowie der Sporthalle insgesamt rund 550.000 Euro eingeplant. 

Weitere Posten im investigativen Bereich sind unter anderem Grunderwerbskosten in Höhe von 420.000 Euro, ein neues Feuerwehrfahrzeug und zwei Tragkraftspritzen für die Feuerwehr mit 120.000 Euro sowie etwa 237.000 Euro für Straßenbau inklusive Beleuchtung. 

„Wir sind auf dem richtigen Weg und brauchen uns auch für die Zukunft keine Sorgen zu machen“, so der Bürgermeister. Die fünfjährige Finanzplanung sei aber „sehr schwierig abzuschätzen“, sie wurde mit einer Gegenstimme angenommen. 

Einstimmig wurden vom Gemeinderat zwei Aufträge vergeben. Der Bau der Tennisplätze ging an die Firma Hermann Kutter in Memmingen mit rund 177.000 Euro und für die Rohbauarbeiten des Tennisheims an den heimischen Betrieb Paul Bau und Putz mit knapp 90.000 Euro. 

Die Entscheidung eines Antrags auf Erweiterung des Spielplatzes im Oberried mit Spielgeräten wird durch ein dreiköpfiges Gremium vorbereitet, das eine „Paketlösung an geeigneten Geräten“ schnüren soll, so die Vorgabe. 

Positives Signal 

Der Bauantrag für ein Geschäftshaus mit drei Wohnungen wurde zwar nicht endgültig entschieden, aber deutlich positive Signale für den Investor gesetzt. Obwohl eine ganze Liste von Ausnahmen zum derzeit gültigen Bebauungsplan für den Neubau des Therapie- und Fitnesshauses erforderlich sind – unter anderem für das dritte Vollgeschoss oder die Abstandsflächen und ein Geh- und Fahrtrecht – gab es nur einen Punkt, den der Bauherr überarbeiten muss: Statt der geforderten 25 Stellplätze sind nur 21 ausgewiesen. 

Im informellen Teil berichtete Holderried über die Situation für die Unterbringung von Asylbewerbern. Laut Quote muss die Gemeinde 75 Personen unterbringen, derzeit sind aber 90 Plätze abgesichert. „Die Reserve ist gut und wir wollen auf jeden Fall Zwangsmaßnahmen vermeiden“, sagte der Verwaltungschef.

von Wolfgang Becker

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