39-jähriger FDP-Stadtrat wirft seinen Hut in den Ring

Maximilian Hartleitner möchte Bürgermeister von Buchloe werden

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Maximilian Hartleitner kandidiert für das Bürgermeisteramt in Buchloe.

Buchloe – Die Kommunalwahl am 15. März 2020 verspricht in Buchloe langsam spannend zu werden. Nachdem schon drei Gruppierungen ihre Kandidaten benannt haben, beschloss mittlerweile auch der Kreisvorstand der FDP, in Buchloe einen aussichtsreichen Kandidaten ins Rennen zu schicken.

Es handelt sich um den langjährigen Stadtrat Maximilian Hartleitner. Der gebürtige Buchloer wird im Dezember 40 Jahre alt. Der studierte Diplom-Verwaltungswirt arbeitet derzeit als Beamter im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und ist dort im Haushaltsreferat hauptsächlich für die Stellenbewirtschaftung für rund 11.000 Mitarbeiter der bayerischen Staatsbauverwaltung zuständig. Vorherige berufliche Stationen waren das Staatliche Bauamt Augsburg und die Regierung von Schwaben.

Obwohl er der bislang jüngste Kandidat im Bewerberfeld ist, kann Hartleitner eine langjährige kommunalpolitische Erfahrung vorweisen. Dem Buchloer Stadtrat gehört er seit 2002 an. Seit 2008 ist er zudem Kreisrat im Ostallgäu. Hartleitner war über viele Jahre Mitglied der CSU, kehrte seiner ehemaligen Partei jedoch im Jahr 2015 den Rücken und engagiert sich mittlerweile in der FDP.

„Ich bin Buchloer mit Leib und Seele und hier fest verwurzelt. Es wäre für mich eine ganz große Ehre, als Bürgermeister für meine Heimatstadt arbeiten zu dürfen und meinen Beitrag zu leisten, dass sie noch lebenswerter wird. Ich weiß, wie Verwaltung funktioniert und ich habe viele Ideen, was in Buchloe noch besser laufen könnte,“ so Hartleitner. „Ich betreibe meine Kandidatur ernsthaft und möchte die Wahl gewinnen.“ Wie er zugibt, ist er parallel noch auf der Suche nach weiteren Unterstützern und Kandidaten für eine FDP-Stadtratsliste.

Das Wachstum Buchloes wird nach Ansicht Hartleitners mit Augenmaß weitergehen müssen. Die Schaffung von neuem Wohnraum sei einerseits notwendig, müsse aber stets die Interessen der bereits hier lebenden Bevölkerung berücksichtigen. Aktuelle Konflikte bei Bauvorhaben zeigten, dass hier seitens der Stadtspitze ein anderer, neuer Stil und viel mehr Moderation und Interessenausgleich erforderlich sind. „Zu einer lebenswerten Stadt gehören auch ausreichend Frei- und Grünflächen im Innenraum,“ ist der Kandidat überzeugt.

Buchloe dürfe nicht nur Wohn- und Schlafstadt sein. Hartleitner sieht daher eine wichtige, bisher eher vernachlässigte Aufgabe darin, das kulturelle Angebot in der Stadt auszubauen. Auch für die Jugend müsse es mehr Angebote geben. So habe er unlängst im Stadtrat den Vorschlag gemacht, wenn die Schwabenhalle in wenigen Jahren nicht mehr für Viehauktionen genutzt wird, dieses Gebäude mit seiner günstigen Verkehrslage zu erwerben und beispielsweise zu einer Konzert- und Veranstaltungshalle weiterzuentwickeln. Ebenso möchte er die vor Jahren einmal gescheiterten Bemühungen um die Ansiedlung eines Kinos erneut aufnehmen.

Komplett anders angehen möchte Hartleitner die städtebauliche Entwicklung im Bahnhofsumfeld. Anstatt die Karwendelstraße für fünf Millionen Euro zu verlegen und mit Buchloer Geld riesige Parkdecks für auswärtige Bahnkunden zu errichten, brauche es ein Gesamtkonzept aus einem Guss, welches einen Busbahnhof im Westen, eine ansprechende Gestaltung des Park-and-Ride-Platzes und die Verlegung der Laderampe an den Stadtrand umfasst.

An vielen Grundlinien der Stadtpolitik möchte Hartleitner festhalten, so etwa einer gewerbefreundlichen Politik für ansässige und ansiedlungswillige Betriebe sowie dem Erhalt einer attraktiven Geschäftsstraße in der Stadtmitte, um die Buchloe von mancher Nachbarstadt beneidet würde. Hier bedürfe es auch keiner Experimente, warnt Hartleitner im Hinblick auf derzeit laufende Initiativen zur Umwidmung und Umgestaltung von innerörtlichen Straßen.

kb

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