Die Welt durchs Bienenauge

+
Eine Bühnenschau mit Bildern und Klängen erwartet die Besucher in deutschen Pavillon auf der Expo in Mailand – mayr Antriebstechnik aus Mauerstetten sichert hierfür die Bühnentechnik.

Mauerstetten/Mailand – Ob Mario Götze bei der WM in Brasilien das entscheidende Siegtor schießt, Spiderman sich im Film durch die Wolkenkratzerschluchten New Yorks schwingt oder Künstler auf den großen Theater- und Opernbühnen das Publikum verzaubern – mayr-Bremsen und Kupplungen sind live dabei und sichern die Maschinenbewegungen vor und hinter den Kulissen.

Ganz aktuell sorgen Bühnenbremsen aus Mauerstetten bei der Weltausstellung in Mailand während der Live-Shows im Deutschen Pavillon für die Sicherheit der Besucher. Nach Hannover (2000), Aichi in Japan (2005) und Shanghai (2010) lockt die Expo 2015 Besucher aus der ganzen Welt nach Mailand. Bis zum Ausstellungsende am 31. Oktober werden insgesamt 20 Millionen Gäste erwartet. 

Thema der diesjährigen Weltausstellung ist „Feeding the Planet, Energy for Life“. Sie will damit Antworten geben auf die zukünftigen, großen Herausforderungen der Welternährung. Der Deutsche Pavillon „Fields of Ideas“ nimmt eine klare Haltung zum Expo-Thema ein und gibt den Besuchern Einblicke in neue und überraschende Lösungsansätze aus Deutschland für die Ernährung der Zukunft. 

Unter dem Motto „Be active“ lädt er die Gäste ein, selbst aktiv zu werden und bietet vielfältige Interaktionsmöglichkeiten. Der Weg durch die Ausstellung endet mit einer dynamischen Bühnenshow, bei der die Besucher bei einer Reise durch Deutschland voller Bilder und Klänge in eine vielfältige Landschaft eintauchen. 

Dem Publikum eröffnet sich dabei eine interessante Perspektive: Sie sehen Deutschland durch die Augen fliegender Bienen. Diese Bienenaugen bewegen sich geschmeidig und geräuschlos über den Köpfen der Gäste durch den Raum. Bewegt werden die Augen von zwei komplexen Seilrobotersystemen, die mit speziell konstruierten Winden angetrieben werden. 

In diesen Winden kommen Sicherheitsbremsen von mayr Antriebstechnik zum Einsatz. Die Bremsen sorgen im Störungsfall wie zum Beispiel Stromausfall dafür, dass die Seilroboter zuverlässig stehen bleiben und nicht absinken. 

Faszinierende Technik 

Bei den Bienenaugen handelt es sich um bewegliche Projektionsflächen von circa 2,30 auf 1,40 Meter. Jedes Bienenauge ist an einem Seilroboter aufgehängt. Das System basiert auf der Technik sogenannter Spider-Kameras, die zum Beispiel in Fußballstadien über dem Spielfeld für die Übertragung der Spiele zum Einsatz kommen. 

Bei diesen Seilkamerasystemen wird die Kamera von vier Seilen gehalten. Dazu sind vier elektrische Seilwinden in einem Rechteck unter dem Stadiondach angeordnet. Durch kontrolliertes Auf- und Abwickeln der Seilwinden lässt sich die Kamera horizontal und vertikal im Raum bewegen. 

Die Anforderungen an das System für die Show im Deutschen Pavillon gehen allerdings darüber hinaus: Bei den Bienenaugen sind zusätzlich zu den vier Seilwinden weitere vier Winden verbaut. Hierdurch können die Bienenaugen nicht nur horizontal und vertikal im Raum bewegt werden, sondern lassen sich auch bis zu 30 Grad seitlich drehen und kippen. 

Jedes Bienenauge wiegt etwa 130 Kilogramm – beim Flug über den Köpfen der Besucher muss somit höchste Betriebs- und Funktionssicherheit gewährleistet sein. Die Sicherheitsbremsen in den Winden übernehmen dabei eine verantwortungsvolle Aufgabe: sie sorgen dafür, dass die Bienenaugen nicht unkontrolliert absinken und verhindern so Personen- oder Sachschäden zuverlässig – und das zu jeder Zeit. Die Show verlangt den Bremsen Höchstleistungen ab. 

Über die gesamte Expo-Laufzeit sind insgesamt rund 7.500 Shows, etwa 40 am Tag, geplant. Eine Show dauert 15 Minuten, die geforderte Anla- genverfügbarkeit liegt bei 99 Prozent. Die Weltausstellung ist insgesamt sechs Monate – vom 1. Mai bis zum 31. Oktober – geöffnet.

Auch interessant

Meistgelesen

Festzug mit Hindernissen
Festzug mit Hindernissen
Stadt in festlichem Gewand
Stadt in festlichem Gewand
Drei Tote bei Autounfall bei Kaltental
Drei Tote bei Autounfall bei Kaltental
Tänzelfesteröffnung 2017
Tänzelfesteröffnung 2017

Kommentare