Eisfläche in Besitz genommen

Beeindruckende Dimensionen

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Oberbürgermeister Stefan Bosse begrüßte beim Richtfest rund 500 Besucher und ESVK-Fans und lud sie ein: „Nehmen Sie Ihr neues Stadion in Besitz“.
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Nicht nur Baureferent Helge Carl zeigte sich beim Richtfest von der Architektur des neuen Eisstadions beeindruckt.
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Beeindruckende Perspektive: Vor allem die Architektur begeisterte Besucher und Verantwortliche gleichermaßen.
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Beeindruckende Perspektive: Vor allem die Architektur begeisterte Besucher und Verantwortliche gleichermaßen.
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Beeindruckende Perspektive: Vor allem die Architektur begeisterte Besucher und Verantwortliche gleichermaßen.
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Kaufbeuren – Mit einem Richtfest ist am vergangenen Freitag die Fertigstellung des Rohbaus und die Errichtung des Dachstuhls beim neuen Eisstadion in Kaufbeuren gefeiert worden. Neben Handwerkern und Anwohnern war auch die Öffentlichkeit eingeladen, was viele ESVK-Fans zur ersten Besichtigung nutzen.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse war sichtlich zufrieden, als er die Gäste des Richtfestes begrüßte: „Treten Sie näher, ergreifen Sie Besitz von Ihrem neuen Stadion“. In einem kurzen Rückblick erinnerte Bosse an das 1969 gebaute alte Stadion, welches nun fast 50 Jahre gehalten hatte. „Das Neue muss auch mindestens 50 Jahre halten“, mahnte der OB nachdrücklich.

Das Stadion für 3.500 Zuschauer sei eine Weiterentwicklung des Eisstadions in Weißwasser in der Oberlausitz. In dem rund 80 Meter langen und 60 Meter breiten Stadion seien rund 550 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut worden, im Stahldach nochmals 228 Tonnen Profilstahl. Der weitere Zeitplan sei schon vorgegeben: „Ab 30. Juni 2017 können wir nicht mehr ins alte Eisstadion.“ Noch im Juni 2017 soll dann im neuen Stadion das erste Mal Eis gemacht und anschließend behutsam die Eisschicht aufgebaut werden, um beste Qualität des Eises zu erreichen. Besonders freute sich Bosse, dass es auf der Baustelle keine Unfälle gegeben habe und auch im Untergrund des Stadions keine Schwierigkeiten aufgetaucht seien.

Architekt Dimitrios Kogios erinnerte daran: „Acht Monate ist der Spatenstich her und jetzt feiern wir Richtfest, das kann sich schon sehen lassen!“ Er dankte der Firma Kreuzer für den termingerechten Rohbau und der Firma Biedenkapp für den Stahlbau, der als Dach die zukünftige Eisfläche in zwei Richtungen überspannt. Mit Dank an die Handwerker bestätigte er: „Wir haben jederzeit die Begeisterung für diesen Bau gespürt“.

Anschließend war der Projektleiter des Dachstuhls, Uwe Wetzel, an der Reihe, der mit seinen Helfern, unter „Hau-Ruck“ und mit lautstarker Unterstützung durch die Zuschauer, den Richtkranz hochzog bis unter die Arbeitsplattform, die später die Lüftungsanlage aufnehmen soll. In seinem Richtspruch ließ er nochmals die verschiedenen Bauphasen vorbeiziehen. Nach guter Handwerkstradition leerte er dann das erste Glas auf die Bauherrschaft und zertrümmerte es aus rund zehn Metern Höhe auf dem Boden der zukünftigen Eisfläche. Das zweite Glas trank er auf die Planer und das dritte Glas auf das Handwerk. Mit merklich belegter Stimme reimte er: „Jetzt lade ich die Gäste zum Richtschmaus ein, denn heute zahlt die Bauherrschaft allein“. Musikalisch umrahmte die Stadtkapelle Kaufbeuren die Veranstaltung mit flotter Blasmusik.

Im Anschluss an das Richtfest wurde im aufgebauten Festzelt auch der Vertrag mit dem Namenssponsor für das Eisstadion „erdgas schwaben arena“ offiziell unterzeichnet. Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer der „erdgas schwaben“ GmbH, und Markus Pferner, Vorstandvorsitzender des Kommunalunternehmens Eisstadion Kaufbeuren, signierten den Sponsoring-Vertrag mit einer Laufzeit von zehn Jahren.

Rings um die Zuschauerränge wurde bereits eine vorübergehende Holzverkleidung angebracht. Zusammen mit der Dachabdeckung, die in den nächsten Wochen noch angebracht wird, ist dann der Innenraum gegen die tiefen Außentemperaturen abgeschirmt. Man wird dann bereits im Januar mit dem Trockenbau beginnen.

Kaufbeurens Baureferent Helge Carl kam beim Betrachten des Stadions den früheren Kritikern versöhnlich entgegen: „Auch die Menschen, die dem Projekt kritisch gegenüberstehen, werden sich der Faszination eines solchen Bauwerkes nicht entziehen können. Eishockey wird in Kaufbeuren immer einen besonderen Stellenwert haben“. Man merke auch die Strahlkraft dieses Projektes, meinte Carl: „Kein Richtfest einer anderen Baustelle ist so gut besucht wie dieses hier“.

von Wolfgang Krusche

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