Personal kann aufgestockt werden

Mehr Geld für das Frauenhaus

Ein Stoffteddy sitzt im Kinderbereich eines Frauenhauses.
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Symbolfoto

Kaufbeuren/Ostallgäu – „Endlich“ – Landrätin Maria Rita Zinnecker sagte es gleich doppelt – „endlich erhöht der Freistaat seine Zuschüsse für diese wichtige Einrichtung.“ Gemeint ist das Frauenhaus Kaufbeuren/Ostallgäu, das Frauen und ihren Kindern Schutz vor jeglicher Art von Gewalt bietet. 

Es bietet insgesamt Raum für fünf Frauen und fünf Kinder, sein Standort ist geheim. „Das ist auch gut so“, sagte Heike Krautloher, Leiterin der Gleichstellungsstelle im Landratsamt. Denn Frauen und ihre Kinder, egal ob sie aus dem Allgäu oder von weither kommen, sollen dort vor ihrem Misshandler geschützt sein. Diese Dringlichkeit erkannte nun auch der Landtag und machte eine Fördersumme von 105.800 Euro für das Frauenhaus Kaufbeuren/Ostallgäu frei. In den Vorjahren waren es rund 35.000 Euro.

Heike Krautloher informierte den Ausschuss für Soziales über die damit nötig gewordene Neufassung des gemeinsamen Vertrags von Landkreis, Stadt Kaufbeuren und dem Sozialdienst katholischer Frauen, der das Frauenhaus betreibt. Entsprechend der aktuell geltenden Förderbedingungen konnte nun auch der Personalstand erhöht werden. Für eine Sozialpädagogin werden nun 1,5 Vollzeitstellen geschaffen, eine Erzieherin kommt künftig auf eine halbe Stelle.

Auf Nachfrage von SPD-Kreisrätin Ilona Deckwerth konnte die Gleichstellungsbeauftragte denn auch beruhigen: Das Geld sei zwar dringend nötig, bisher hätte es allerdings keinen erhöhten Bedarf durch die Belastungen der Corona-Pandemie gegeben, so Krautloher. „Derzeit haben die Plätze und das Angebot des Frauenhauses ausgereicht“, sagte sie und warnte dennoch: „Vielleicht kommt die Welle ja noch. Manchmal dauert es länger, bis sich misshandelte Frauen aus der Deckung trauen.“

Angelika Hirschberg

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