Streit um Fahrzeug

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Rund 200.000 Kilometer hat das alte Bauhoffahrzeug auf dem Tacho und bedarf der Erneuerung.

Mauerstetten – Die Entscheidung zur Anschaffung eines neuen Baufahrzeuges schien eigentlich ein Routinepunkt auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Doch recht schnell entspann sich eine Diskussion über die vorliegenden Angebote. Ausgangspunkt waren die auf unterschiedlichen Grundlagen basierenden Offerten hinsichtlich der Ausstattung. Grundsätzlich war die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für maximal 25.000 Euro schon beschlossen worden.

Bereits im Februar hatte der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung die Beschaffung eines neuen Bauhoffahrzeuges beschlossen. Angebote sollte Manfred Höbel, zweiter Bürgermeister und Fachmann als Mitarbeiter eines Autohauses, einholen und dem Gemeinderat vorlegen. Dieser hatte jedoch die stellvertretende Geschäftsleiterin Susanne Wagner am Tage danach gebeten, Angebote anderer Firmen als dem von ihm vertretenden Unternehmen einzuholen. Der Streit entzündete sich daran, dass Wagner in der von ihr zusammengestellten Übersicht vergleichbare Fahrzeuge mit einer höheren Leistung und einer Ausstattung mit Klimaanlage zu einem günstigeren Preis vorlegte als Höbel, der ein schwächer motorisiertes Fahrzeug ohne Klimaanlage ausgewählt hatte. 

Bürgermeister Holderried übergab zunächst Martin Lutz vom Bauhof das Wort, der sich als betroffener Nutzer auch in Nachbargemeinden und beim Kreisbauhof hinsichtlich der Einsatzfähigkeit kundig gemacht hatte. Er favorisierte aufgrund der Lasten, beispielsweise im Anhängerbetrieb, einen stärkeren Motor, aber auch für „eine gewisse Grundausstattung wie Zentralverriegelung und Klimaanlage als heute meist üblichem Standard“. Holderried verlagerte daraufhin die Diskussion in das Plenum und fokussierte es auf zwei Punkte: Stärkerer oder schwächerer Motor, mit oder ohne Klimaanlage, um dies dann zur Abstimmung zu bringen. 

Bei den Räten gab es unterschiedliche Meinungen über diese Varianten, doch sie entschieden sich zwar klar für einen stärkeren Motor, aber mit nur einer Stimme Mehrheit gegen eine Ausführung ohne Klimaanlage. Mit diesen Vorgaben soll die Verwaltung nun neue Angebote einholen und Manfred Höbel ein verbindliches Gebot von 3.500 Euro für das alte Fahrzeug vorlegen.

von Wolfgang Becker

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