Mehr Plätze für Kleinkinder

In der Kita Weinhausen wird es eng – zunächst Übergangslösung

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In der Kindertagesstätte St. Felizitas in Weinhausen soll ein zusätzlicher Raum für eine weitere Kleinkindergruppe geschaffen werden.

Jengen – Neben der Behandlung von Genehmigungsfreistellungsverfahren musste sich der Gemeinderat Jengen bei seiner jüngsten Sitzung vor allem mit den Planungen für eine vorübergehende zusätzliche Kleinkindergruppe ab Januar 2021 eingehender beschäftigen. Es steht fest, dass dann zu diesem Zeitpunkt zehn Kinder mehr angemeldet sind. Dafür reichen die augenblicklichen Räumlichkeiten nicht mehr aus.

Vor der öffentlichen Sitzung hatten sich Bürgermeister Ralf Neuner und der Gemeinderat in der Weinhausener Kindertagesstätte über vorhandene Möglichkeiten zur Schaffung weiterer Gruppenräume informiert und umgeschaut. Dabei ging es um zwei Räume im Untergeschoss, die zumindest für eine kurzzeitige, provisorische Lösung in Frage kämen.

In der anschließenden Sitzung stellte sich im Beisein von Margit Linder von der VG-Buchloe zunächst die Frage: Wie soll es ab Januar 2021 weitergehen? Im jetzigen Kalenderjahr sei die Betreuung der Kinder, wie betont wurde, in den vorhandenen Räumlichkeiten der Kitas St. Felizitas Weinhausen und St. Agatha in Beckstetten gesichert. Mit Jahresbeginn 2021 werde es problematisch. Die zur Verfügung stehenden Kapazitäten reichen dann nicht mehr aus. „Wir sind jetzt am Limit“, so Neuner. Deshalb müsse rasch gehandelt werden und mindestens ein zusätzlicher Raum zur Verfügung stehen.

Erschwert werde dies dadurch, dass aufgrund von Berechnungen des Landratsamtes die Kinderanzahl in den Jahren 2022 und 2023 wieder rückläufig sein soll. Speziell zu diesem Thema gab es reichlich Diskussionsbedarf. Schließlich – und darin waren sich die Räte einig – seien derartige statistische Berechnungen stets „mit Vorsicht zu genießen“. Die derzeitige rege Bautätigkeit lasse beispielsweise ohne Weiteres die Möglichkeit offen, dass sich durch zusätzliche junge Familien unter Umständen auch die Anzahl an Kleinkindern entsprechend erhöhen könnte. Deshalb müsse, so Bürgermeister Neuner, das Thema „Jengener Kindertagesstätten“ sowohl provisorisch, aber auch auf längere Sicht perspektivisch betrachtet werden.

Übergangslösung Kita St. Felizitas

Die Räte einigten sich letztlich, zunächst eine rasch mögliche und umsetzbare provisorische Lösung zu suchen. Die in Augenschein genommenen Räume – ein großer und ein kleinerer Raum – im Kindergarten Weinhausen könnten verhältnismäßig schnell renoviert und auf die Bedürfnisse entsprechend umgestaltet werden. Dabei wurde auch die Frage eingehend diskutiert: Lohnt sich eine Renovierung des großen Raumes überhaupt? Zusätzlich wird der Raum derzeit in den Sommermonaten wöchentlich einmal und im Winter zweimal von einer Frauengymnastikgruppe genutzt.

Nachdem bei einer Abstimmung mehrheitlich dafür gestimmt wurde, den großen Raum für die Kinder als Übergangslösung herzurichten, muss der Gemeinderat nun umgehend mit der Gymnastikgruppe ins Gespräch kommen und nach einer brauchbaren Lösung suchen.

Zukunftslösungen

Einig war sich das Gremium, dass es sich hierbei um eine Übergangslösung von maximal zwei bis drei Jahren handelt. Entscheidend sei dabei aber auch die Frage, wie viele Kinder künftig angemeldet werden. Hier soll das Ergebnis der nächsten Bedarfsanfrage im Januar 2021 abgewartet werden.

Unabhängig dazu müsse jedoch, wie Bürgermeister Neuner erklärte, in die Zukunft geblickt werden. In Weinhausen könnte der Abbruch des „Alten Lehrerhauses“ und ein kompletter Neubau auf diesem, der Gemeinde gehörenden, Grundstücks eine machbare Alternative sein. Auch in Beckstetten gebe es eine Möglichkeit, die man nicht außer Acht lassen sollte. Es müsse folglich abgewogen werden, welche Lösung die bessere sei. Mehrheitlich wurde zum Abschluss dieses Tagesordnungspunktes festgehalten, dass man sich gut vorstellen könne, die Möglichkeit Abriss/Neubau in Weinhausen im Auge zu behalten. Allerdings müssten die Bedarfszahlen stimmen. Denn nur bei entsprechendem Bedarf könne letztlich mit den benötigten Fördermitteln gerechnet werden.

von Klaus-Dieter Körber

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