Umbaumaßnahme

Mehr Sicherheit durch Ampel: Hauptkreuzung in Pforzen offiziell für den Verkehr freigegeben

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Pforzens Hauptkreuzung wurde offiziell dem Verkehr freigegeben. Mit dabei waren Pforzens 1. Bürgermeister Herbert Hofer (v. li.), Landrätin Maria Rita Zinnecker, die beiden Gemeinderäte Wilhelm Schmid und Georg Papageorgiou sowie 2. Bürgermeister Torsten Stöckle.

Pforzen – Die zentrale Hauptkreuzung in Pforzen hatte in der Vergangenheit wegen einer gewissen Unfallhäufigkeit mehrmals für ausgiebigen Diskussionen im Gemeinderat gesorgt. Jetzt wurde eine neue Ampelanlage installiert und die Kreuzung für den Verkehr freigegeben.

Im November vergangenen Jahres gab es eine Abstimmung darüber, ob die Kreuzung, an der sich die Kreisstraßen aus Richtung Germaringen und Rieden-Zellerberg mit der Kaufbeurer Straße kreuzen, als Kreisverkehr umgestaltet oder eine neue Ampelanlage installiert werden soll. Mehrheitlich entschied sich das Gremium dafür, dass die Kreuzung barrierefrei umgebaut und mit einer modernen Ampelanlage ausgestattet wird. Man war sich einig, dass Lichtsignale Fußgängern, Kindern, Radfahrern und vor allem auch Senioren mehr Sicherheit bieten würden. Außerdem, so wurde argumentiert, könne eine Ampelanlage leichter um- und rückgebaut werden, falls sie durch die angestrebte Verkehrsberuhigung mit der schon lang ersehnten Umgehungsstraße nicht mehr in vollem Umfang nötig sein sollte.

Nachdem der Landkreis für das Jahr 2020 entsprechende Finanzmittel zugesichert hatte, konnte das Projekt in Angriff genommen werden. Allerdings kam noch ein weiteres Problem hinzu: Nach einem erfolgten Kreuzungsumbau dürfen fünf Jahre lang keine Straßenaufbrucharbeiten durchgeführt werden. Dabei hatte das beauftragte Ingenieurbüro Weiskopf bei einer Überprüfung einige Schadstellen am Kanal im Kreuzungsbereich festgestellt. Es musste deshalb sofort gehandelt werden. Das an den Umbaumaßnahmen beteiligte Unternehmen Xaver Schmid hatte daraufhin auch noch ein Angebot für diese anstehende Kanalsanierung abgegeben und sich dazu bereiterklärt, auch diese zusätzlichen Arbeiten am Kanal auf Kosten der Gemeinde in Höhe von knapp 50.000 Euro zu übernehmen und gleichzeitig auszuführen.

Am 11. Mai wurde mit den Arbeiten begonnen und gleichzeitig auch ein Wettlauf mit der Zeit. Schließlich stand am 5. Juli die Primiz von Marco Leonhart im Terminkalender (wir berichteten). Ein großer Festtag für die Gemeinde Pforzen und da sollte die Hauptkreuzung für den feierlichen Kirchenzug zumindest so weit fertig sein, dass dieser stattfinden konnte. Dank einer durchdachten Planung und der fleißigen Arbeiter wurde auch dies geschafft.

Das Gesamtprojekt war nicht so einfach in der Durchführung. Laut Tobias Kolbinger vom Tiefbauamt musste in drei Bauabschnitten vorgegangen werden. Zunächst wurde die Kaufbeurer Straße in Richtung Leinau umgebaut. Im zweiten Abschnitt musste die eigentliche Kreuzung total gesperrt werden und zum Schluss kam noch der Abschnitt in Richtung Rieden-Zellerberg dran. Ende Juli wurden die Baumaschinen abgezogen und mehr Ruhe kehrte wieder ein.

Am Mittwoch fand nun die offizielle Verkehrsfreigabe statt, nachdem an den Ecken und Rändern der Kreuzung noch letzte Nachbesserungsarbeiten vorgenommen worden waren. Neben Pforzens Erstem Bürgermeister Herbert Hofer und einigen Gemeinderatsmitgliedern hatte sich auch eine Delegation des Landratsamtes mit Landrätin Maria Rita Zinnecker zu dieser kleinen Feier eingefunden.

Landrätin Maria Rita Zinnecker bezeichnete in ihrer Ansprache den nun abgeschlossenen innerörtlichen Straßenumbau als wichtige und vor allen Dingen der Sicherheit dienende Maßnahme. Die Kreuzung sei lange Zeit ein sehr unübersichtlicher und deshalb neuralgischer Gefahrenpunkt gewesen. Auch Pforzens Bürgermeister Herbert Hofer zeigte sich erfreut darüber, dass sich mit den abgeschlossenen Umbaumaßnahmen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer im Bereich dieser stark frequentierten Kreuzung verbessert habe. Speziell die Verkehrssicherheit sei in Pforzen ein wichtiges Thema, so Hofer.

Insgesamt kostete der Umbau 332.000 Euro, davon übernimmt der Landkreis 147.000 Euro. Vom Freistaat gibt es 143.000 Euro und die Restsumme in Höhe von 42.000 Euro trägt die Gemeinde Pforzen. Geld, das gut und sinnvoll für die Verbesserung der Verkehrssicherheit angelegt ist, darin waren sich alle Beteiligten einig.

von Klaus-Dieter Körber

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