Stadtrat MOD: Ausbau des Jörglweg soll für mehr Sicherheit sorgen

Unfallschwerpunkt wird entschärft

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Der Ausbau von Jörglweg und Schwabenstraße soll die Kreuzung vor allem für Radfahrer und Fußgänger sicherer machen.

Marktoberdorf – Es sei der Unfallschwerpunkt in Marktoberdorf schlechthin, schickte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell der Diskussion um den Ausbau der Kreuzung von Jörglweg und Schwabenstraße voraus.

Laut Auskunft der Polizei hätten sich auch in diesem Jahr bereits zwei ernste Unfälle an dieser Stelle ereignet. Die Planung, die Peter Münsch, Leiter des Tiefbauamts, dem Stadtrat vorstellte, sieht nun mehrere Maßnahmen zur Verkehrsregulierung und für mehr Sicherheit vor. Nicht nur die unfallträchtige Kreuzung, auch Teile der Schwabenstraße und der Ruderatshofener Straße sollen umgebaut und mit Geh- und Radwegen versehen werden. 

Die Idee, einen Kreisverkehr anstelle des Knotenpunkts zu bauen, ist mittlerweile jedoch vom Tisch, auch weil verschiedene Anrainer dafür keinen Grund an die Stadt abtreten wollten. Die derzeitige Lösung kommt für die Stadt darüber hinaus auch günstiger. 

Dennoch muss sie rund 1,2 Millionen Euro für die Ausbaumaßnahmen einplanen. Weitere 400.000 Euro kommen von Seiten des Landkreises hinzu, weil die Ruderatshofener Straße eine Kreisstraße ist. Der Stadtrat bewilligte einstimmig die Planung und beauftragte die Verwaltung, die Ausschreibungen zu veranlassen. 

Ausbau von Geh- und Radwegen 

Die vorgelegten Maßnahmen berücksichtigten Anregungen von Fahrradfahrern, Fußgängern und Menschen mit Behinderung und trügen zur gleichberechtigten Teilhabe und Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei, wie Oliver Chmiel vom beauftragten Ingenieurbüro Mooser ausführte. Eine extra gekennzeichnete Radfahrerzone soll an den Einmündungen des Jörglwegs in die Schwabenstraße den Radlern das Überqueren der Kreuzung erleichtern. 

Zudem wird der Abschnitt Jörglweg/Märzstraße in Zukunft zur Einbahnstraße. Ein Fuß- und Radweg soll zukünftig Jörglweg und Ruderatshofener Straße bis zur Moosstraße verbinden. Dadurch werden allerdings zahlreiche Parkplätze entlang der Bahngleise wegfallen. Für mehr Sicherheit sollen auch einige Querungshilfen sorgen, die an den Kreuzungspunkten eingeplant sind. 

Baubeginn noch heuer geplant 

Mit der Zustimmung des Stadtrats ist der Startschuss gefallen, die Bauarbeiten noch in diesem Jahr zu beginnen. Das Tiefbauamt rechnet damit, die verschiedenen Maßnahmen in mehreren Bauabschnitten bis zum kommenden Jahr 2016 fertigstellen zu können.

von Angelika Hirschberg

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