Mehrzweckhalle wird gebaut

Mit nur drei Gegenstimmen beschloss der Stadtrat den zirka 1,8 Millionen Euro teuren Bau der Geisenrieder Mehrzweckhalle. Sichtliche Erleichterung ging durch den Kreis der Zuhörenden, die sich von der jüngsten Stadtratssitzung endlich einen Schlussstrich unter das seit zehn Jahren geplante Bauvorhaben erhofft hatten. Anwohner hatten lange gegen den Standort geklagt. Eine Klage ging bis vors Verwaltungsgericht in Augs- burg: Am 13. Januar wurde sie abgewiesen.

„Man könne nun mit dem Bau beginnen“, sagte Stadtbaumeister Peter Münsch – sehr zur Freude der Geisenrieder Vereine. Sie hatten 618 Unterschriften für eine sofortige Umsetzung der Halle am Standort Kindergarten gesammelt, berichtete Bürgermeister Werner Himmer. Am Standort schieden sich in den vergangenen Jahren die Geister – auch im Stadtrat. Markus Singer (CSU) beantragte nun erneut einen Standortwechsel. Schon im November 2008 kritisierte er, dass eigens eine Zufahrt zu dem schwer zugänglichen Grundstück gebaut werden müsse. Außerdem monierte er die Größe der Halle. Dazu merkte Himmer an, dass die Halle laut Verwaltungsgericht in ihren Ausmaßen ein Minimum darstellt. Auch Axel Maaß (Grüne) bemängelte Standort und Kosten der Halle. Seiner Meinung nach gibt es kein städtisches Projekt der letzten Jahre, „das kommunalpolitisch so danebengelegen habe“. Mit nur drei Gegenstimmen lehnte die Stadtratsmehrheit Singers Antrag aber letztlich ab. Carl Singer (Freie Wähler) wiederum versprach sich von seiner Idee, die Mehrzweckhalle einen Meter unter dem jetzigen Niveau zu bauen, mehrere Vorteile: Da das Aufschütten von Kies wegfalle, eine Kostenersparnis; zudem eine bessere optische Einbindung und eine geringere Verbauung der Südostsicht vom Kindergarten. Auch sein Antrag wurde knapp abgelehnt (elf zu elf Stimmen). Peter Grotz (FW) plädierte für eine schnelle Entscheidung, man habe durch Verzögerungen immer wieder „Geld in den Ofen geschoben“. Klara Knestel (Grüne) meinte zwar, sie habe Bauchweh, da sie nicht wisse, wie teuer der Bau am Schluss wirklich werde, sie stimme aber trotzdem zu. Letztlich nahm das Kommunalparlament die von der Stadtverwaltung erarbeitete Beschluss- vorlage an. Das größte Einsparpotential besteht dabei laut Stadtbaumeister Münsch in der frühzeitigen Ausschreibung, da die energetischen Standards immer höher werden. 1,9 Millionen Euro werden veranschlagt. Zusätzlich zu den bisher im Haushalt bereit gestellten 1,2 Millionen Euro stellt der Stadtrat heuer 600 000 Euro zur Verfügung, die „Restkosten“ werden laut Himmer erst 2011 eingebracht. Von der Eigen- leistung der Geisenrieder Vereine erhofft sich der Stadtrat weitere Einsparungen.

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