Symbolischer Spatenstich

Neues Feuerwehrgerätehaus Obergermaringen: Meilenstein für das Feuerwehrwesen

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Mit dem symbolischen ersten Spatenstich wurden die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus in Obergermaringen offiziell begonnen.

Obergermaringen – „Was lange währt, wird endlich gut“, meinten übereinstimmend Germaringens Rathauschef Helmut Bucher und der Ostallgäuer Kreisbrandrat Martin Barnsteiner in ihren Grußworten anlässlich des ersten Spatenstichs an der Baustelle des neuen Feuerwehrgerätehauses in Obergermaringen. Seit dem Jahr 2013 wurde an diesem Projekt gearbeitet und mit viel Engagement nach einer erfolgreichen Umsetzung gesucht. Schließlich sind die Anforderungen an ein modernes Feuerwehrgebäude sehr hoch, wie Kreisbrandrat Markus Barnsteiner erklärte.

Heutzutage könne man eine derartige Einrichtung beileibe nicht als einen Zweckbau mit Garagen und Abstellplätzen für Feuerwehrfahrzeuge nebst Ausrüstung bezeichnen. Nach den Worten Barnsteiners ist ein Feuerwehrhaus heute Sitz eines modernen Dienstleistungsunternehmens mit dem Namen „Freiwillige Feuerwehr“. Vielfältig und verantwortungsvoll seien die Aufgaben, die hier an die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute gestellt werden. Dies verlange neben einer umfangreichen Ausrüstung auch eine fundierte Aus- und Weiterbildung, an die bei der Planung ebenfalls gedacht werden musste.

Für die Gemeinde Germaringen handle es sich bei diesem zu errichtenden Gebäude um ein großes und auch kostspieliges Projekt, erklärte Bürgermeister Helmut Bucher. Etwa sechs Millionen Euro soll das Bauwerk an der Kaufbeurer Straße zwischen Ober- und Untergermaringen kosten. Froh sei man darüber, hier einen Standort in optimaler Lage mit besten An- und Abfahrtsbedingungen gefunden zu haben. Wenn alles so verlaufe, wie geplant, soll im Winter der Rohbau fertig sein und die Innenausbauten zügig folgen. Dann könne bereits im Verlauf des kommenden Jahres mit dem Einzug gerechnet werden.

Das nun entstehende Gebäude sei auch ein „Meilenstein“ für das Feuerwehrwesen im nördlichen Ostallgäu und habe „Leuchtturmcharakter“ für andere Regionen. Nach langen und intensiven Verhandlungen konnten sich neun Gemeinden (Germaringen, Kaltental, Mauerstetten, Oberostendorf, Osterzell, Pforzen, Rieden, Stöttwang und Westendorf) mit deren 18 angeschlossenen Feuerwehren zu einer interkommunalen Zusammenarbeit verständigen (wir berichteten mehrmals darüber). Deshalb wurde das neue Feuerwehrgerätehaus in Obergermaringen in seiner Raumeinteilung gleich so geplant, dass hier die technischen und auch personellen Voraussetzungen geschaffen sind, diesen Feuerwehren deren Pflegearbeiten wie Schlauchwartung, Einsatzkleiderpflege und Prüfung bzw. Wartung der Atemschutzgeräte abzunehmen. Ein bisher im Ostallgäu einmaliges Gemeinschaftsprojekt, das selbst von höchsten Regierungsstellen als vorbildlich bezeichnet wird.

Barnsteiner und Bucher dankten deshalb abschließend den zu dieser Feierstunde erschienenen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, an deren Spitze Kommandant Benjamin Biechele und Vorstand Tobias Dopfer, für das großartige Engagement während der gesamten Planungsphase in den zurückliegenden Jahren. Schließlich mussten diese zusätzlichen vielen Stunden neben dem normalen Einsatz- und Übungsbetrieb ehrenamtlich geleistet werden. Dabei gehe die Arbeit mit Baubeginn nun erst so richtig los.

Mit einem Gläschen Sekt wurde zum Schluss auf eine hoffentlich unfallfreie Bauphase und viel Tatkraft und Motivation für die anstehenden großen Aufgaben angestoßen.

von Klaus-Dieter Körber

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