Der Mensch im Mittelpunkt

Marien-Gymnasium wird bei Abi-Feier seinem christlichen Leitbild gerecht

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Den Preis „Bestes Abitur“ über 1000 Euro übergab Anita Mauersberger (rechts) für die Frank-Hirschvogel Stiftung an Rebekka Steck (links) und Theresa Hofmann für den Traumschnitt von 1,0.

Kaufbeuren – Es gehört zum christlichen Selbstverständnis des Marien-Gymnasiums, wichtige Ereignisse wie die Verabschiedung der Abiturientinnen mit einem Gottesdienst zu beginnen. Stadtpfarrer Bernhard Waltner stellte dort die Einzigartigkeit des Menschen unabhängig von seiner individuellen Leistungen in den Mittelpunkt. Und dieser thematische Schwerpunkt ging durch alle Gruß-, Dankes- und Erinnerungsworte der Festtagsreden.

Eine eindrucksvolle Feier, denn mit gestalterischer Vielfältigkeit wurden sowohl die musikalischen Einzel- und Gruppendarbietungen als auch die rednerischen Beiträge vor einem sichtlich bewegten Publikum vorgetragen. Schulleiter Andreas Merz, Oberin Sr. Martha Lang und der Vertreter des Elternbeirats sprachen Worte des Dankes und der Anerkennung.

Gelungene Mischung

Aber nicht nur beschaulich und nachdenklich gaben sich die Redner, sondern so mancher Beitrag konnte der Feierlichkeit auch seine humorvolle Seite abgewinnen. Vor allem Oberbürgermeister Stefan Bosse hatte ganz die Lacher auf seiner Seite, als er die bestandenen Abi-Prüfungen mit dem erfolgreichen Abschneiden bei einem Fußballturnier verglich, wo Niederlagen, Nachspielzeiten und schwer erkämpfte Siege sich oft abwechselten. Selbst zeigte er sich in rednerischer Bestform, was vielleicht daran liegen mochte, dass Tochter Linda zu den erfolgreichen Schülerinnen zählte.

Freude, Erleichterung und Stolz in den Augen der Abiturienten als Schulleiter Andreas März die diesjährigen Erfolgsnachrichten vortrug: 65 Schülerinnen erreichten erfolgreich das Etappenziel. Der Notenschnitt von 2,09 ist deutlich besser als der bayrische, der bei 2,30 liegt. 29 Mädchen hatten eine bessere Leistung als 2,0 und zwei konnten sogar mit der Traumnote 1,0 überzeugen.

Aktive Abiturientinnen

Auch die Jahrgangssprecherinnen kamen zu Wort mit ihrem Rückblick auf acht nicht immer leichte Schuljahre, in denen „aus dem Du ein Wir wurde“. Menschlich bewegend auch, dass die Abiturientinnen in ihrer ganzen Freude mit ihrem Dank nicht nur an die dachten, die in ihrem Schulleben eine entscheidende Rolle gespielt hatten. Viel Begeisterung und Überschwang verdienten sich sowohl Schulleiter Merz als auch der unermüdliche Oberstufenkoordinator Joachim Kohler. Mit kleinen Geschenken wurden neben den Lehrern aber auch das helfende Schulpersonal bedacht, Menschen, die scheinbar nur bescheidene Rollen in diesem Erfolgsszenarium gespielt hatten.

Überraschend wie schnell die Zeit bei den musikalischen und rednerischen Beiträgen bis zur Übergabe der Zeugnisse verflog. Kleinen, überschaubaren Gruppen von Abiturienten übergab Schulleiter März die Zeugnisse, wobei die Moderation mit kurzen Worten besondere Wertschätzung zeigte, sei es für ein hervorragendes Engagement in der Schule, oder sei es für herausragende Leistungen und für errungene Preise bei den Abschlussprüfungen.

Am Schluss war Zeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge für immer von „seiner“ Schule Abschied zu nehmen. Mit einem bewegenden Abschlusssong entließen die Abiturientinnen die Verwandten und die Lehrerschaft zu einem gemeinsamen Umtrunk und Imbiss. Eine beeindruckende und bewegende Veranstaltung, die die Bestnote verdient hätte.

von Peter Suska-Zerbes

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