Experimente rund um das Thema „Fliegen“

Faszination Fliegen

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Auf dem Gelände des Luftsportvereins wetteifern die Kinder um den besten Papierflieger.

Kaufbeuren – Im Rahmen der Osterferienbetreuung bekamen Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren vergangene Woche die Möglichkeit, im Luftsportverein Kaufbeuren an Experimenten rund um das Thema „Fliegen“ teilzunehmen. Die sogenannten MINT-Kurse sollen das Interesse junger Menschen an naturwissenschaftlichen und technischen Themen fördern. Das Angebot wurde durch eine Kollaboration von Bildungsbüro Kaufbeuren, Stadtjugendring und Luftsportverein auf die Beine gestellt.

Mit rund 20 Teilnehmern war das Programm voll ausgebucht. Die Kinder wurden dabei von Christiane Manthey (Bildungsportal Allgäu), Julia Mergler (Bildungsbüro) und Veronika Schulz (Stadtjugendring) sowie vier Jugendlichen Helfern betreut.

In Teamarbeit erprobten und vertieften die Kinder spielerisch ihr Wissen um physikalische Gesetze an verschiedenen Stationen: Dabei galt es zum Beispiel mit einem Föhn Ping-Pong-Bälle in der Luft zu halten. In den ausgelegten Info-Blättern konnten die kleinen Forscher dann zum Beispiel nachlesen, dass der Bernoulli-Effekt dafür zuständig ist, dass der Ball in der Schwebe gehalten wird – besagt dieser doch, dass bei niedrigem Luftdruck die Saugkraft stärker ist.

An anderer Stelle konnte man ein entzündetes Streichholz in eine Glasflasche geben und dabei zusehen, wie das auf der Flaschenöffnung platzierte Ei ins Glas gezogen wird. Oder eine leere Brausetablettendose mit warmem Wasser und einer Brausetablette füllen und die Dose wie eine Rakete hochgehen lassen.

In einem nächsten Test, in dem ein Blatt Papier und ein Schuh aus gleicher Höhe fallen gelassen wurden, und das Blatt dabei langsamer zu Boden fiel, kam prompt die Antwort aus den Reihen der Kinder, dass dies auf die größere Fläche und damit den größeren Luftwiderstand zurückzuführen sei.

Laut Mergler haben Bildungsprojekte wie die MINT-Kurse eine wichtige Funktion, sollen sie doch den jungen Menschen bei der Interessensfindung helfen und so die Orientierung beim Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern. Zudem würde durch solche Veranstaltungen die Lust auf Naturwissenschaften geweckt; ein Bereich, bei dem immer noch Kräftemangel herrsche. Auch Manthey sieht große Vorteile in Angeboten wie diesen: Schüler kommen so einmal „raus aus den Klassenzimmern mit ihrer oft verkopften Vorgehensweise“ und erleben im Kontrast zur heutigen Smartphone-Generation hautnah Naturphänomene, legen selbst Hand an. „Kinder können heute kaum noch Papierflieger basteln“, lautete die betroffene Aussage.

Ein besonderes Highlight war für die Gruppe dann die Besichtigung der Segel – und Motorflugzeuge durch zwei Mitglieder des Luftsportvereins. Jan Willelmsen veranschaulichte dabei zum Beispiel Mechanismen der Lenkung und informierte über grüne und rote Positionslampen am Flieger, die man nachts oft von der Erde aus blinken sieht. Große Neugier und viele Fragen von den Kindern und reges Interesse seitens der Erwachsenen gab es auch beim Besuch im Tower, der Kontrollstelle. Von dort aus, so erläuterte Willelmsen, könne man per Funk die Piloten über die Wind- und Wetterlage informieren. Mit der Lichtkanone führte er vor, wie man Signale weitergeben kann.

Die Kinder waren mit sichtlich viel Spaß bei der Sache: In den Pfingstferien haben dann Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren sogar die Gelegenheit, in einem Segelflugzeug mitzufliegen. Informationen dazu gibt es im Ferienprogramm des Stadtjugendrings.

von Mahi Kola

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