"Mit Herz und Verstand"

Sein 20-Jähriges Bestehen feierte der Caritasverband Kaufbeuren e.V. im Haus St. Martin. Alex Batzer, 1. Vorsitzende des Verbandes, begrüßte die zahlreichen Gäste mit den Worten: „Jeder von ihnen erweist uns durch sein Kommen eine Wertschätzung, die wir gerne als Motivation aufnehmen.“

Die Caritas als katholische Institution wurde vor 102 Jahren durch den Priester Lorenz Werthmann gegründet. „Er verstand Caritas nicht nur als Sozialstation, sondern auch als Volksmission, als soziales Helfen auf christlicher Grundlage und mit religiöser Zielsetzung“, erklärte Batzer. Mittlerweile ist der Verband ein riesiger Konzern mit 500000 Mitarbeitern in Deutschland und in über 150 Ländern. Den Caritasverband Kaufbeuren suchen Menschen auf, die finanzielle Sorgen oder Suchtprobleme haben, die bürokratische Fragen haben oder durch gesundheitliche Beeinträchtigungen in Not geraten sind. „Dabei erhalten die Hilfesuchenden hier nicht nur die dringend nötige Beratung. Auch finanzielle Mittel werden vermittelt, zum großen Teil von der 'Kartei der Not'“. Neben dem Stadt- und Caritaspfarrer Franz Römer bedankte sich auch Kaufbeurens 2. Bürgermeister Gerhard Bucher für das große Engagement der Caritas: „Sie helfen vielen Menschen in unserer Stadt. Egal, wegen welchen Problemen oder wer diese Menschen sind.“ Dr. Andreas Magg von der Diözesencaritasstelle Augsburg sagte: „Der Caritasverband Kaufbeuren e. V. ist aus kleinen Anfängen zu einer der innovativsten und kreativsten Töchter geworden.“ In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg war die Caritas eine Stütze für die einheimische notleidende Bevölkerung, aber immer auch eine große Hilfe für Flüchtlinge. Die Hilfe, die die Stelle in Kaufbeuren anbietet, ist vielfältig. Neben Unterstützung bei Behördengängen, Insolvenz- oder Schuldenfragen, gibt es die Suchtberatung, Hilfe im Bereich Migration, Betreuung in Schulen und in vielen weiteren Projekten. Rainer Linke, Geschäftsführer des Caritasverbandes Kaufbeuren, stellte alle MitarbeiterInnen, auch von den Außenstellen Buchloe und Füssen, vor. Barbara Braunmüller von der Suchtberatung beschreibt ihre Arbeit so: „Wir wollen mit Herz und Verstand genauer hinsehen und Wege finden, die den Hilfesuchenden aus der schwierigen Situation heraus begleiten.“ Batzer bedankte sich für die tolle Entwicklung des Verbandes bei den ehemaligen, sowie jetzigen Vorständen und Mitarbeitenden. Großen Dank richtete er an die ehrenamtlichen Helfer der Pfarreien, der Stadt Kaufbeuren und allen beteiligten Personen und Einrichtungen.

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