Neue Attraktion im Grünen

Mit Sponsorengeldern auf der Buchel einen Bewegungsparcours errichten

Spielplätze auf der Buchel
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Einer der Spielplätze auf der Buchel. Hier soll künftig auch ein Bewegungsparcours gebaut werden.

Marktoberdorf – Seit mehr als einem Jahr nun verhindert die Coronapandemie Sportereignisse wie auch den Mannschafts- und Gruppensport in den Vereinen. Das hat immer mehr Menschen dazu gebracht, sich ihre nötige Bewegung in der freien Natur zu verschaffen. Um diesen gesunden und verantwortlichen Trend zu unterstützen, soll nun auf der Marktoberdorfer Buchel ein Bewegungsparcours errichtet werden. 

Ähnlich wie die früheren „Trimm-dich-Pfade“ bieten Bewegungsparcours ein zeitlich uneingeschränktes Gratis­angebot, sich einzeln oder in kleinen Gruppen körperlich zu betätigen, die Ausdauer zu steigern und an frischer Luft das Immunsystem anzukurbeln. Die Idee zu dem Projekt war den Stadtratsmitgliedern Andrea Guggenmos, Stefan Elmer und Werner Geiger schon vor einiger Zeit gekommen. Um den Parcours über Sponsoren zu finanzieren, hatte sich Guggenmos im vergangenen Winter per Brief an zahlreiche Personen und Unternehmen gewandt, die selbst in der aktuellen Krise finanziell gut aufgestellt sind und ihren Geschäften nachgehen können. Die Kosten für die Errichtung des Parcours hatten die Initiatoren auf 33.000 Euro kalkuliert.

Am Ende ihrer Sponsorensuche hatte Guggenmos erreicht, dass ihr finanzielle Zuwendungen von insgesamt über 36.000 Euro zugesichert worden waren. Die Errichtung des Parcours kann also ohne zusätzliche Steuergelder realisiert werden. Für die gesammelten Spenden wird ein Verwahrungskonto bei der Stadtkämmerei eingerichtet. Die Kosten für den Erhalt und die Garantie der Verkehrssicherheit allerdings liegen bei der Stadt. Sie sollen vergleichsweise gering ausfallen, da zur Kontrolle und zur Erhaltung der Spielplätze auf der Buchel ohnehin ein Buchelwart regelmäßig dort unterwegs sein wird. Die neue Anlage soll nach der dortigen Luitpoldhöhe benannt werden und den Namen Luitpold-Parcours erhalten.

Man plant dort 20 Fitness-Stationen auf einer Länge von 1,5 Kilometern. Start und Ziel soll jeweils das Wassertretbecken auf der Buchel sein. Die Sportgeräte an den Stationen sind für jede Altersgruppe geeignet und bedienen je nach körperlicher Konstitution die Bereiche Aufwärmen, Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und die Dehnung von Muskulatur und Bändern. Die Geräte werden von der Firma Outgym aus Heroldsbach gebaut. Sie sollen aus heimischen Hölzern gefertigt und nicht wartungsanfällig sein. Der bei 27.000 Euro liegende Angebotspreis liegt unter der Grenze für öffentliche Ausschreibungen, somit kann der Auftrag direkt vergeben werden. Ferner soll der Parcours auch noch von einem Lehrpfad flankiert werden.

Auf Informationstafeln, die sich gut in die Landschaft einfügen sollen, können Besucher und Urlauber allerlei Wissenswertes über die Stadt Marktoberdorf und ihre Umgebung erfahren. Auch Namen der Sponsoren des Parcours werden dort zu lesen sein. Markt­oberdorfs Erster Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell bezeichnete die Initiative der drei Stadträte als großartig, lobte das Fundraising und erwähnte nebenbei, dass auch die Marktoberdorfer Sportvereine das Vorhaben voll und ganz unterstützten.

Auch die Mitglieder des Stadtrates begrüßten das Projekt einhellig und beschlossen einstimmig dessen Verwirklichung.

Felix Gattinger

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