Die Klimakrise besteht

Mitglieder von "Fridays for Future" Marktoberdorf sind trotz Corona aktiv

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Die Aktivisten von Fridays for Future Marktoberdorf wollen mit vielen bunten Plakaten auch wieder auf die Klimaproblematik aufmerksam machen.

Landkreis/Marktoberdorf – Die Klimakrise macht keine Pause. Daher sind die Mitglieder von „Fridays for Future“ trotz Coronakrise weiter aktiv. So auch kürzlich in Marktoberdorf, wo die Aktivisten Plakate ausgelegt haben.

Sie wollen damit zum einen das Thema Umweltschutz, das durch die Coronakrise in den Hintergrund gerückt ist, wieder ins Bewusstsein bringen. Zum anderen fordern sie von den Politikern, die gerade eben das 130 Milliarden Euro schwere Konjunkturpaket beschlossen haben, dieses Geld „nachhaltig und ökologisch“ einzusetzen, so Miriam Kautzky von Fridays for Future Marktoberdorf. „Wir müssen jetzt die Weichen für das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels stellen, denn wenn man die Klimakrise erst nach der Coronakrise wieder in den Fokus nimmt, ist es womöglich schon zu spät – insbesondere, weil diese Investitionen jetzt richtungsweisend sind. Die Klimakrise gibt es immer noch“, sagte Kautzky.

Nachdenklich stimmt die Aktivisten auch der Umstand, dass die Gelder, mit denen die jetzigen Hilfen finanziert werden, wohl auch teilweise mit zukünftigen Steuereinnahmen finanziert werden müssen. „Wieso sollen wir selbst später mit unseren Steuern einmal Konjunkturpakete finanzieren, die unsere eigene Zukunft zerstören?“

Laut Kautzky müssten jetzt die Grundsteine für eine Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft gelegt werden. „Dazu müssen fossile Subventionen abgeschafft und der CO2-Preis erhöht werden. Gleichzeitig braucht es massive Investitionen in zukunftsfähige Technologien, emissionsarme Sektoren wie Bildung und Pflege und in die Energie- und Verkehrswende“, erklärt die Aktivistin.

Um für ihre Ziele zu kämpfen, sind die Mitglieder von Fridays for Future Marktoberdorf trotz Coronakrise auch in den vergangenen Wochen in Kontakt geblieben. Vor allem über die digitale Kommunikation. Man habe sogar kurz überlegt, eine Demonstration anzumelden, wegen der vielen Auflagen sei dies aber bislang nicht passiert. Stattdessen fand vergangene Woche unter dem Motto „fight every crisis“ (Bekämpft jede Krise) eine neue, kontaktfreie Aktionsform am Stadtplatz in Markt­oberdorf statt, wo mit vielen bunten Plakaten auch wieder auf die Klimaproblematik aufmerksam gemacht wurde. „Wir haben die meisten der rund 25 bunte Schilder mit Sprüchen, die auf die Klimakrise aufmerksam machen sollten, schon im Voraus bekommen und sie dann auf dem Stadtplatz ausgelegt, sodass jeder sie lesen kann, beim durchradeln oder beim Eisessen“, so die Aktivistin.

kb

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