"Motiviert trotz Minus-Bilanz"

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Der Vorstand von Aufbruch-Umbruch mit den frisch gebackenen Ehrenmitgliedern: Hans Schwangart (v. li.), Dr. Christa Becker-Hansen, Othmar Tabery, Peter Scharl und Brigitte Salomon.

Kaufbeuren – Als Einleitung zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2015 von Aufbruch-Umbruch (AU) im Gasthaus Belfort erinnerte Vorstand Hans Schwangart kürzlich nachdrücklich an das Motto „WIR“ – das absolut Gültigkeit habe, „auch wenn ich nachher manchmal ‚ich‘ sage“.

Nur gemeinsam könne man fortsetzen, was bisher erreicht wurde.

Insgesamt hat die Mitgliederzahl mit allen Zu- und Abgängen um exakt drei Prozent zugenommen: noch am Abend der Versammlung kam ein weiteres Mitglied hinzu, so dass AU nun 103 Mitglieder hat.

Auch bei der Wertachgarde war ein Wachstum auf jetzt 44 Aktive, davon 13 „Küken“ und 13 „Minis“, zu verzeichnen.

Leider nicht im gleichen Maße aufwärts ging der Kartenverkauf für die Aufführungen im Stadtsaal. 2014 betrug die Auslastung im Durchschnitt 87 Prozent, 2015, waren es nur noch 78 Prozent. Das sei ein herber Rückschlag, aber kein Chaos – „isch alles aufgfangen!“

Schwangart führte den Umsatzrückgang auf den extrem kurzen Fasching und die Fernsehkonkurrenz an zwei Aufführungstagen zurück. Nach wie vor müsse man also jetzt tunlichst sparsam wirtschaften.

Der Vorsitzende appellierte an die Mitglieder, möglichst viele Besucher im Freundeskreis zu werben und die 2500 Bierdeckel mit den Aufführungsterminen 2016 unter die Leute zu bringen: „Medienwerbung ist teuer, aber Mundpropaganda kostet nix. Wenn circa 1800 Karten verkauft werden, dann schreibt der Verein schwarze Zahlen.“

Das war im Fasching 2015 trotz des Riesenerfolgs der Burongaudi, die OB Stefan Bosse als „eine der schönsten Veranstaltungen im Jahresablauf“ bezeichnet habe und weiterhin unterstützen wolle, nicht gelungen. An der vom Verein organisierten Burongaudi hatten zum Unmut der Mitglieder hauptsächlich Vereinsfremde verdient.

Dennoch weist das Vereinsvermögen nicht zuletzt dank des mit getrennter Kasse beim Lagerleben erwirtschafteten Umsatzplus insgesamt ein ordentliches Polster auf. „Wir sind also noch nicht pleite!“, betonte Schwangart.

Stolz verwies er auf die Auszeichnung „Schönstes Lager 2015“, die dem Lager für 2016 die Ersparnis der Gebühren und eine kostenlose Seite in der Tänzelfestbroschüre einbringe.

Ganz nebenbei kam auch zur Sprache, dass Aufbruch-Umbruch 2015 sein 30-jähriges Jubiläum feiern kann. Aus diesem Anlass wurde ein Film mit den Highlights der letzten 30 Jahre zusammengestellt, der angemeldeten Gästen am Sonntag, den 15. November, nachmittags im Corona Kinoplex gegen einen Unkostenbeitrag von fünf Euro gezeigt werden soll. Anmeldekarten können unter Aufbruch-Umbruch@gmx.de angefordert werden.

Für den ebenfalls kurzen Fasching 2016 ist im Stadtsaal eine zusätzliche Vorstellung am Mittwoch, den 27. Januar, mit vergünstigtem Eintritt und ohne After-Show-Party vorgesehen. Plattform für die Sketche wird die „MS Buronia – ein Kreuzfahrtschiff im Bärensee“ sein. Dafür werden übrigens auch noch „schiffige“ Requisiten gesucht. Der Vorverkauf beginnt am 28. November.

Günter Seydel, der neben seinem Amt als Kassenprüfer auch als Sprecher des Regionalverbands der Bayerisch-Schwäbischen Fastnachtsvereine e. V. auftrat, wies in seinem Grußwort darauf hin, dass beim Buroniaball am 9. Januar 2016 die Kunstreiter ihr 150-jähriges Jubiläum begehen werden und man doch die Veranstaltungen der befreundeten Vereine besuchen solle.

Bevor Schwangart mit einem kräftigen „Muh-Haggl“, dem Schlachtruf der AU-ler, die Versammlung beschließen ließ, wurden die beiden Gründungsmitglieder Dr. Christa Becker-Hansen und Othmar Tabery mit einer gläsernen Urkunde zu Ehrenmitgliedern ernannt. Während Tabery, dessen paurische Einlagen „Neugablonz sympathisch gemacht haben“, zu seinem 75. Geburtstag bekannt gegeben hatte, dass er „von der Bühne in den Saal wechseln“ wolle, bleibt das kabarettistische Urgestein Becker-Hansen der Bühne erhalten.

Die Kaufbeurer dürfen sich auf jeden Fall für die nächste Saison auf ein weiteres sprühendes Feuerwerk aus Tanz, Gesang, Sketchen und Live-Musik von einer hochmotivierten Truppe freuen.

Darüber hinaus wurde in einer Schweigeminute dem im vergangenen April verstorbenen Ehrenmitglied Heinz Böhm gedacht. „Sein Leben galt dem Theater“, so Schwangart.

von Ingrid Zasche

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