Grüne fordern Maßnahmen zum Erhalt der Kurfürstenallee

Ein europäisches Naturdenkmal

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Die Kurfürstenallee sei nach den Worten von Stadtrat Axel Maß ein europäisches Naturdenkmal.

Marktoberdorf – Das Thema schwelt seit langem im Stadt-rat, so Axel Maaß (Grüne) und meinte damit den zu-nehmend schlechter werdenden Zustand der Kurfürsten- allee. Mit einem Antrag drängen nun die Grünen auf eine Tonnage- und Höhenbegrenzung für dieses Naturdenkmal.

Dies sei kein Antrag gegen die Landwirte, erläuterte Gerhard Küster im jüngsten Stadtrat und forderte, dass man eine Lösung finden müsse, wie die Felder anderweitig angefahren werden könnten, denn die Allee sei in einem „erbarmungswürdigen Zustand“. Sollte es solche Möglichkeiten nicht geben, so müssten sie eben geschaffen werden. Bürgermeister Werner Himmer wollte sich zuerst ein Bild über die Eigentümer- und Pächtersituation verschaffen. Außerdem halte er eine Stellungnahme des BBV Marktoberdorf (Bayerischer Bauernverband) für zweckdienlich. 

Wolfgang Hannig (SPD) fand den Antrag richtig und gut, gleichwohl trat er für eine Verschiebung des Tagesordnungspunktes ein, denn die Landwirte hätten sich selbst bereits Gedanken gemacht, um Alternativen beziehungsweise Lösungen zu finden. Grundsätzlich stimme er seinem Vorredner zu, meinte Maaß, denn es gehe nicht darum Landwirte auszuschließen. Aber es gebe einen Landwirt, der mit seinen Großfahrzeugen die Wurzeln der Bäume beschädige. Aus seiner Sicht gebe es Möglichkeiten, um mit zwei Kreuzungs- punkten alle Felder anzufahren; dabei solle ein nicht mehr vorhandener Feldweg wieder erschlossen werden. 

Verkehrsreferent Franz Barnsteiner (FW) hatte sich nach seinen Worten schon vor dem Antrag mit der Materie beschäftigt. Er trat dafür ein, mit allen zu sprechen, aber die Tonnage zu begrenzen, die Kurvenradien zu verändern und Ausweichstellen zu schaffen. Trotzdem solle noch gewartet werden, denn man sei an einer Lösung dran. Mit Blick auf den Winter erkundigte sich Doris Rößle, ob denn die Allee gesalzen werden müsse. Sowohl Bürgermeister, als auch Stadtbaumeister wiesen in diesem Zusammenhang auf die „gewaltigen Steigungen“ in der Allee hin. 

Anknüpfend an die sich schon abzeichnenden externen Lösungswege schlug Himmer schließlich vor, das Stadtratsmitglied Wolfgang Schmid (FW) als Obmann einzusetzen, um das Ganze zu organisieren und Vorschläge zu erarbeiten. Mit dieser Lösung war die Fraktion der Grünen schließlich einverstanden. von Klaus Bauer

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