Erfreuliche Zwischenbilanz

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Von der Macht der Gefühle ließ sich auch das Marktoberdorfer Publikum anstecken: Das Ballett „Romeo und Julia“ der Tatarischen Staatsoper Kasan war nahezu ausverkauft.

Marktoberdorf – Die aktuelle Spielzeit im Modeon sei sehr gut angelaufen, sagte Hauptamtsleiter Rupert Filser bei seiner alljährlichen Zwischenbilanz vor den Mitgliedern des Kulturausschusses. Nach vier von insgesamt neun Veranstaltungen der Saison 2015/2016 sei eine sehr gute Auslastung von 69 Prozent bereits erreicht worden.

Der Zwischenstand kann sich sehen lassen – im vergangenen Jahr hatte die Auslastung zur gleichen Zeit bei 63 Prozent gelegen. Vor allem Publikumslieblinge wie „Tosca“ und das Ballett „Romeo und Julia“ hätten für nahezu ausverkaufte Veranstaltungen gesorgt. Ein weiterer Magnet sei die Oper „Die Zauberflöte“, die am 13. Februar im Modeon gastiert und aktuell bereits sehr nachgefragt ist.

„Wir erwarten, bis zur Sommerpause die 70 Prozent-Marke großzügig zu überschreiten“, sagte Filser und zeigte sich sehr optimistisch. „Wir sind froh, dass unser Programm vom Publikum so gut angenommen wird. Das wird sich auch positiv auf die künftige Spielzeit auswirken“, sagte Filser voraus, der als Leiter der Kulturverwaltung gleichzeitig das Programm verantwortet. Die Stadt bemühe sich, mit der Auswahl der Veranstaltungen ein gemischtes Publikum, Jung und Alt und viele unterschiedliche Geschmäcker zu erreichen.

"Ausgezeichnete Auswahl"

Für die Programmauswahl erntete Filser denn auch viel Lob aus den Reihen der Stadträte. Der Erfolg der Veranstaltungen, so sagte beispielsweise Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell, sei angesichts der Konkurrenz in Füssen oder Kempten umso bemerkenswerter. Und auch Thorsten Krebs (CSU) lobte die „ausgezeichnete Auswahl“ mit Blick auf das Sprechtheater, das gerade Schulklassen mit ins Boot nähme. Am 24. Februar 2016 kommt beispielsweise mit der Tragikkomödie „Der Besuch der Alten Dame“, eine Inszenierung des Landestheaters Schwaben, ein moderner Klassiker auf die Modeon-Bühne.

Kulturamtsleiter Filser berichtete außerdem über den anhaltenden Trend der Besucher, sich nicht mehr im Abo an eine Veranstaltungsreihe zu binden, sondern sich eher kurzfristig für einen Theater- oder Konzertbesuch zu entscheiden. Jedoch: „Der Trend hin zum freien Verkauf macht sinkende Abozahlen wett“, stellte Filser fest. Die Stadt setzt daher auf mehr Werbung. In der Spielzeit 2016/2017 soll außerdem eine Veranstaltung mehr im Programm sein.

von Angelika Hirschberg

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