Modern, klar und praxisorientiert

Durch die ideal geplante Belichtung wirken die neuen Räume hell und freundlich. Foto: Frisch

Im Jahr 2004 erging der Stadtratsbeschluss für einen Anbau an der Beethovenschule in Kaufbeuren, jetzt war es endlich so weit: in der vergangenen Woche wurde der Neubau im Rahmen eines Festaktes mit vielen Besuchern eingeweiht. Neben einer Schulküche stehen den Schülern nun auch zwei EDV-Räume und ein sogenannter PCB-Raum (Physik, Chemie, Biologie) mit Vorbereitungsräumen zur Verfügung.

„Bildungspolitik ist eben nichts für kurzfristigen Aktionismus, sondern muss lange und akribisch geplant werden“, erklärte Oberbürgermeister Stefan Bosse und beschrieb noch einmal kurz die verschiedenen Stationen, die das Projekt bis zur Fertigstellung durchlaufen musste. Vor allem im Bereich der Kosten habe „vieles geklärt werden müssen“: „Statt einer Nulllösung haben wir jetzt ein Ergebnis, das den Anforderungen gerecht wird und den Haushalt trotzdem nicht über Gebühr belastet“. Dies sei umso mehr zu begrüßen, da für die Schule zusätzlich der Wechsel von einer Haupt- zu einer Mittelschule zu bewältigen sei. Rund 1,75 Millionen Euro hatte das Projekt gekostet, 55 Prozent davon übernimmt der Bund. Schulamtsdirektorin Eva Severa-Saile betonte, man habe „etwas machen wollen, das zweckmäßig, aber auch gut für die Schüler ist“. Ihr gefalle an der Gestaltung vor allem die hohe Fensterzeile, die auch von der Straße aus sofort ins Auge sticht und dafür sorgt, dass die neuen Räume beidseitig belichtet sind. „Der Blick nach draußen auf das umliegende Grün erinnert an eine Waldschule“, so die Rednerin. Schulleiter Christoph Vogg sprach angesichts der Form des Neubaus von einem „Backenzahn“, der den Ablauf im Schulalltag sehr erleichtern wird. Denn als Übergangslösung hatten die Schüler bislang zwischen zwei verschiedenen Schulen hin- und her pendeln müssen. Die Schüler selbst zeigten ihre Freude über die neu gewonnenen Klassenräume mit dem kleinen Theaterstück „Von Backenzähnen, Anbauten und anderen Dingen“ über Schule jetzt und im alten Rom und ernteten dafür großen Applaus. Architekt Christian Stadtmüller vom ausführenden Büro Stadtmüller Burkhardt Graf führte im Anschluss durch die neuen Räume, die mit klaren, modernen Strukturen an den praktischen Erfordernissen für den Unterricht orientiert sind. So ist beispielsweise die Rückwand unter den Fenstern mit Filz bezogen, um die Fläche wie eine Pinnwand nutzen zu können. Durch die weiten Fensterfronten und verglaste Türen wirkt der Anbau trotz Tieferlegung um ein halbes Geschoss hell und luftig. „Der tiefer gelegte Neubau nimmt den Schwung des Hauptgebäudes der Beethovenschule auf und fügt sich elegant in den Straßenverlauf ein. Zusätzlich sind die neuen Klassenräume beidseitig beleuchtet“, fasste Architekt Michael Graf die Eindrücke zusammen.

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