Mordsmäßige Unterhaltung

Theaterbühne TSV Ebersbach erheitert mit „Mord im Hennastall“

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Das Ensemble der Theaterbühne TSV Ebersbach zeigt in „Mord im Hennastall“ vollen Einsatz.

Ebersbach – Für kurzweilige und nicht allzu dramatische Unterhaltung sorgte die Theaterbühne des TSV Ebersbach im Stück „Mord im Hennastall“ mit ihrem heiteren Spiel. Zu der Premiere am vergangenen Samstagnachmittag fanden sich viele Besucher, vor allem aus den umliegenden Einrichtungen der Lebenshilfe, den Wertachtal-Werkstätten, Seniorenheimen und Kollegen aus anderen Theatervereinen in der Sporthalle ein.

Die „Tatort“-Melodie läutet das Stück ein, dessen Krimi-Aspekt sich im Verlauf der Handlung in gemächlichem Tempo entfaltet. Zunächst sind Finanzbeamter Alfons Zipperich (Reiner Endraß) und seine Schwester Lisbeth (Regina Schropp), die eine kleine Pension betreibt, nämlich vollauf mit ihren Streitereien vor ländlicher Kulisse beschäftigt. Der Gockel Otto mischt sich zum Unmut von Alfons aus dem Hühnerstall heraus – seine energischen Einwände kräht er regelmäßig in dessen Richtung – in den Disput ein. Lisbeth hat „die Näs g‘strichen voll“ davon, ihrem Bruder alles hinterher räumen zu müssen. Dann gibt es plötzlich eine Leiche und die Ereignisse überschlagen sich...

Bei alldem steht der Spaß aber eindeutig im Vordergrund: So bekommen es Alfons und sein bester Freund Karl-Josef Fröhlich mit zwei Damen zu tun, die sich als Feriengäste an die nicht mehr ganz jungen Landburschen heranschmeißen und sich von ihnen das „nicht vorhandene Ebersbacher Landleben“ zeigen lassen wollen. Aber auch Lisbeth und Sophie, die Schwester von Karl-Josef, bekommen Herrenbesuch von zwei „knackigen Kerlen“, Kommissar Horst Derrik und sein Kollege Harry Kleiner, die als Fahrradtouristen aus Kaufbeuren den Weg nach Ebersbach finden. Lisbeth und Sophie bemühen sich sogleich in ihrem Allgäuer Dialekt, den beiden Herren mit der „geschwollenen Sprache“ die fremde Bauernkultur näher zu bringen.

Die Schauspieler überzeugen durch ihr Spiel und sorgen für einige lustige Momente, etwa als Alfons und sein Kumpel Karl-Josef vom Alkoholkonsum angeheitert authentisch durch die Bühne torkeln.

Das Ensemble auf und hinter der Bühne bietet mit „Mord im Hennastall“ gemütliche Unterhaltung, die die Gehirnzellen nicht überansprucht und nach einhelliger Meinung des Publikums mit einer sehr guten Leistung für viel Spaß, Spannung und gute Laune sorgte. 

Karten für weitere Vorstellungen (bis 8. April) können montags und donnerstags ab 16 Uhr unter Tel. 08372 / 980999 reserviert werden.

von Mahi Kola

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