Aus dem Kaufbeurer Bauausschuss

Verkehr nicht immer im Fluss

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Einen Grünpfeil an der Ampel für Autofahrer, die von der Sudetenstraße rechts in die Gottlieb-Daimler-Straße abbiegen möchten, wird es nicht geben.

Kaufbeuren – Ab April wird die Mühlbachbrücke an der Spittelmühlkreuzung in der Gutenbergstraße saniert. Die Bauarbeiten sollen bis zum Tänzelfest innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein und in drei Phasen erfolgen, wie Tiefbauamtsleiter Uwe Seidel dem Bauausschuss in der jüngsten Sitzung erklärte. Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die Fußgängerzone und Belange im Straßenverkehr.

Im Zeitraum der Brückenbauarbeiten ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Zunächst soll die Überquerungshilfe zurückgebaut, danach der nördliche Bereich der Straße gesperrt und dort die Brückenhälfte neu gebaut werden, bevor anschließend der südliche Teil folgt. 

Während der Bauarbeiten auch an geeignete Radwege zu denken war ein Vorschlag von Ulrike Seifert (Grüne). Ernst Schönhaar (CSU) hingegen sagte, dass es „wünschenswert“ sei, einen Flüsterasphalt für die neue Fahrbahndecke zu verwenden. Dieser Wunsch könne jedoch nicht erfüllt werden. Laut Baureferent Helge Carl ist ein gängiger Straßenbelag vorgesehen. 

Umsetzung nicht eins zu eins 

In Hinblick auf den Wettbewerb zur Neugestaltung der Fußgängerzone (wir berichteten) merkte Baureferent Helge Carl im Bauausschuss an, dass die Vorschläge der beiden Preisträger „nicht eins zu eins umgesetzt“ würden. Vielmehr würde auf deren Grundlage ein Entwurf weitererarbeitet. Einig sei man sich jedoch im Groben hinsichtlich der Gestaltung: „Weniger ist mehr“ sei hier das Motto. Bezüglich der weiteren Vorgehensweise erklärte Carl, dass dem Bauausschuss im April der Bewerbervorschlag präsentiert würde und danach die Bürger online die Möglichkeit zur Beteiligung bekämen. Außerdem werde es verschiedene Musterflächen geben, die öffentlich – eventuell am Kirchplatz – ausgelegt würden und den Bürgern einen Eindruck vermitteln können. 

Grünpfeil und bessere Ampelschaltung 

Unter dem Punkt Anfragen verwies Johannes Böckler (CSU) auf den Fußgängerübergang der Josef-Landes-Straße auf Höhe des Modeparks Röther. Die Stelle sei abgesenkt, weswegen er eine Nachbearbeitung forderte. Baureferent Helge Carl erwiderte, der Verursacher für die Mängel werde ermittelt. Volker Kollmeder (FW) erkundigte sich danach, ob ein Rechtsabbiegerpfeil an der Kreuzung beim Dehner möglich sei. Ihm zufolge könne ein sogenannter Grünpfeil dafür sorgen, rascher von der Sudeten- in die Gottlieb-Daimler-Straße abbiegen zu können. Oberbürgermeister Stefan Bosse verwies darauf, dass dies dort aufgrund der Spurführung wohl nicht möglich sei, man generell vorsichtig sein müsse mit grünen Pfeilen und der Verkehr dort doch flüssig liefe. 

CSU-Fraktionschef Dr. Thomas Jahn hält die zweite Zufahrt zum V-Baumarkt für unnötig. „Das muss sein“, sagt Stadtplaner Manfred Pfefferle, weil ansonsten der Verkehrsablauf nicht gewährleistet sei. Weiter bemängelte Kollmeder die Ampelschaltung an der Kreuzung Sudetenstraße/Prosch­witzerstraße. Fahre man auf die Ampel bei rot zu, werde diese in dem Moment grün, wenn das Auto steht. Die Verwaltung sicherte ihm eine Überprüfung zu.

von Martina Staudinger

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