Münchner Straße: Auch die Polizei sieht keine Gefährdung an den Schulen

Tempo 50 bleibt

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Nach dem Beschluss des Buchloer Bauausschusses wird es keine Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 vor den Schulen in der Münchner Straße geben. Die Mehrheit der Stadträte sah keine Gefährdung. Diese Meinung wurde auch von der Polizei geteilt.

Buchloe – Man kann es ändern, aber man muss nicht. In der jüngsten Sitzung des Buchloer Bauausschusses ging es um die Anordnung von Tempo 30 in der Münchner Straße vor den Schulen und dem Kindergarten St. Antonia. Am Ende blieb es bei der Tempo-50-Regelung.

In der Vorlage der Verwaltung heißt es, mit der Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Dezember 2016 sei die hohe Anordnungshürde für Beschränkungen des fließenden Verkehrs abgesenkt worden. Normalerweise ist nach § 3 StVO Tempo 50 vorgeschrieben. Allerdings kann eine „streckenbezogene“ Anordnung von Tempo 30 erfolgen, wenn im unmittelbaren Bereich Schulen, Kindergärten, Alten- und Pflegeheime oder Krankenhäuser liegen.

Die Mitglieder des Bauausschusses entschieden sich nach eingehender Diskussion mehrheitlich dafür, alles so zu belassen, wie es ist, also keine Tempo-30-Beschilderung im Bereich der Schule.

Zur Meinungsbildung hatte maßgeblich auch die Stellungnahme der Polizeiinspektion Buchloe beigetragen. Dort schrieb man auf eine entsprechende Anfrage der Stadtverwaltung zur streckenbezogenen Geschwindigkeitsbeschränkung entlang der Mittelschule: „Seitens der PI Buchloe wird kein Handlungsbedarf für eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Münchner Straße gesehen“. Die Polizei schrieb weiter, dass es im Zeitraum von 2013 bis heute keinen Unfall gegeben habe, wo die Geschwindigkeit Ursache gewesen sei. Die Polizei verwies auf die wiederholt durchgeführten Lasermessungen. Die seien absolut unauffällig gewesen.

Der Bau eines Kreisverkehrs, der an der Kreuzung Alois-Reiner-Straße/Kerschensteiner Straße/Münchner Straße vorgesehen ist, würde sowohl eine Geschwindigkeitsbeschränkung überflüssig machen, als auch dem Verkehrsfluss über die Münchner Straße zum Gymnasium und Realschule dienen.

Die Tempobeschränkung, wenn sie dann gekommen wäre, wäre zeitlich von morgens um sieben bis 16 Uhr aktiv gewesen. Außerdem hätte man die Beschränkung während der Ferienzeiten aussetzen können. Alles in allem keine besonders klare Lösung, empfanden einige Stadträte.

Während Elfriede Klein (Grüne) sich grundsätzlich für Tempo 30 vor den Schulen aussprach, empfanden Herbert Barthelmes und Robert Pöschl (beide CSU) dies im speziellen Fall als überflüssig und eine zusätzliche Verkehrsbehinderung. „Dort wird gesittet gefahren“, betonte Herbert Barthelmes, zumal die beiden Zebrastreifen sowieso verkehrsbremsend wirken würden.

Problem seien eher die Eltern, die ihre Kinder in die Schule fahren und oft in der zweiten Reihe parken würden.

Robert Pöschl sagte, die Schulen lägen nicht direkt an der Münchner Straße, für die Schulbusse gebe es einen extra Bereich und auch der Eingang zum Kindergarten läge nicht direkt an der Münchner Straße, die zudem breit und übersichtlich sei. „Ich sehe null – null – Gefährdung“, sagte Pöschl.

von Siegfried Spörer

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