Musica Sacras tiefer Sinn

„Es geht um Respekt und Toleranz zwischen den Kulturen“

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Ramona Wegenast, die kaufmännische Geschäftsführerin.

Marktoberdorf – Mit dem Satz „Es geht um Respekt und Toleranz zwischen den Kulturen“ beschrieb Ramona Wegenast den tiefen Sinn von Musica Sacra. Die 37-Jährige ist seit heuer die neue kaufmännische Leiterin für Kammerchorwettbewerb und für Musica Sacra International, die einander abwechseln. Sie stellte sich neulich den Stadträten vor – und präsentierte dabei auch das Programm für Musica Sacra im Mai 2018.

Ramona Wegenast, die aus Pirmasens stammt, studierte in Karlsruhe. Zehn Jahre arbeitete sie bei der Kunststiftung Baden Württemberg in Stuttgart. Vor elf Jahren hatte sie mal als Sängerin der Formation „Ex-Semble“ am Kammerchorwettbewerb in Marktoberdorf mitgemacht.

Seit vier Monaten ist Wegenast, die in Kempten, wohnt, sich aber ins Ostallgäu verändern möchte, die kaufmännische Geschäftsführerin für Musica Sacra und für den Kammerchorwettbewerb. Sebastian Pflüger, der sich bisher darum kümmerte, konzentriert sich nunmehr darauf, diese zwei renommierten Festivals zu managen. Musica Sacra bezeichnet Wegenast auch als „Friedensfestival“.

Bis aus Südkorea

Neun Ensembles aus acht Ländern sind in 14 Konzerten in der ganzen Region zu erleben. Sie kommen aus Afrika, Bosnien, Deutschland, Finnland, Indien, Schweden, Südkorea und Weißrussland. Die Zuschauer dürfen sich auf außergewöhnliche musikalische Beiträge, auf Vielfalt, Gemeinschaft und Toleranz bei den Konzerten freuen. Die Auftritte sind an drei Abenden parallel. Jeweils zwei wechselnde Ensembles gestalten miteinander jedes der Konzerte.

Das Festival, das immer zu Pfingsten stattfindet und das unter dem Dach der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände abläuft, wird am Freitag, 18. Mai, um 18 Uhr in der Musikakademie in Marktoberdorf eröffnet. Am selben Abend ist an gleicher Stätte bereits das erste Konzert: Sechs Ensemble präsentieren sich dabei auf einmal. Darunter ist auch die Formation „Singer Pur“. Angeführt von dieser Gruppe, wird auch ein Festivalchor gebildet; dabei können sich singbegeisterte heimische Interessenten in die Gestaltung des Festivals aktiv einbringen.

Die Konzerte von Samstag bis Pfingstmontag finden in Kirchen und Sälen mehrerer Städte und Gemeinden statt – von Kempten bis Polling sowie von Füssen bis Augsburg. Zudem gestalten drei Ensembles am Pfingstmontag Gottesdienste: In der Basilika St. Michael in Altenstadt singt der Choeur Africain des Jeunes, in der Dreifaltigkeitskirche Kaufbeuren das Ensemble Suomen Kanttorikuoro aus Finnland und in St. Martin Marktoberdorf der Chor Sretenije aus Weißrussland.

Bestandteil des Festivals ist eine Open Air-Bühne mit einem täglich wechselnden Programm aus Musik, Tanz und Gesprächen. Darüber hinaus finden von Samstag bis Dienstag jeweils zwei Chorateliers statt – und zwar immer vormittags. Diese werden von den am Festival teilnehmenden Ensembles geleitet.

Kartenvorverkauf bei der Buchhandlung Pötzl, Tel. 08342/0354, Salzstraße 2, in Markt­oberdorf, sowie online auf www.modfestivals.org.

jj

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