Man muss auch mal "Nein" sagen

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DANJA KRESS Marktoberdorf – Immer noch „solide“ ist der Haushalt, da waren sich die Stadträte des kürzlich tagenden Marktoberdorfer Stadtrates einig. Mit 43,3 Millionen Euro wurde er von den Stadtratsmitgliedern einstimmig verabschiedet – und liegt so knapp unter dem Rekordniveau des Vorjahres (44 Millionen Euro). Die Nettoneuverschuldung konnte durch die Streichung geplanter Projekte und die Entnahme von 3,5 Millionen Euro aus den Rücklagen auf ein laut Kämmerer Wolfgang Guggenmos „vertretbares Maß“ gemindert werden. In ihren Redebeiträgen zum Haushalt gaben die Fraktionssprecher jedoch einmündig zu bedenken, dass in Zukunft sparsamer geplant werden müsse. Finanzreferentin Ulrike Wieser formulierte das Ziel der nächsten Jahre – den Schuldenberg abzubauen. Dazu müsse man zu einzelnen Vorhaben auch einmal „Nein“ sagen können. Im Hinblick auf sinkende Einnahmen bei der Einkommenssteuer (minus eine Million Euro) und zugleich größeren Ausgaben aufgrund der Kreisumlage (900000 Euro) fehlten laut Ulrike Wieser bei noch stabilen Gewerbesteuern fast zwei Millionen Euro. Geplante Projekte, wie ein Allwettersportplatz für die Fußballer (500000 Euro), eine Außensauna im Hallenbad (180000 Euro), die Erweiterung der Tiefgarage im Zentrum (250000 Euro) und die Umgestaltung der Tiefgarage am Rathaus (200000 Euro) waren vom Finanzausschuss erst einmal gestrichen worden – mit dem Ziel, eine Nettoneuverschuldung weitestgehend zu vermeiden. Der Stadtrat trug diese Entscheidungen mit. Nicht gerüttelt wurde an den geplanten Investitionen für die Schulen. Für die Grundschule St. Martin sollen insgesamt eine halbe Million Euro fließen – für Brandschutz und einen Planungswettbewerb. Letzterer beinhaltet die vorgesehene Sanierung beziehungsweise Neubau der Schule. Für Erweiterung und Brandschutz der Adalbert-Stifter-Grundschule sind weitere 430000 Euro zur Verfügung gestellt worden, für die Mittagsbetreuung in Containern an beiden Schulen 160000 Euro. Weitere Schwerpunkte sind die Stadtentwicklung, vor allem die Gestaltung der Bahnhofstraße und des angrenzenden Areals. Außerdem soll der Erwerb von Gewerbe- und Industrieflächen vorangetrieben werden.

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