Der Rotary Club Kaufbeuren feiert den traditionellen "Myball"

Kesse Sohle für Sport und Spenden

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Im festlichen Rahmen des Rotary-“Myball“ ehrte OB Stefan Bosse die „Sportler und Sportlerinnen des Jahres“ beziehungsweise die Mannschaftsvertreter (nicht mit auf dem Bild die D-Junioren Hallenfußballmannschaft der SpVgg Kaufbeuren). Mit dabei waren auch Sportpfleger Otto Richard Zobel (4. v. re.), sowie der Organisator des Abends Reinhard Willemsen (3. v. re.), Rotary Club-Präsident Dr. Jürgen Stebani (2. v. re.) und der zweite Bürgermeister Gerhard Bucher.

Kaufbeuren – Am vergangenen Samstag feierte im Stadtsaal der Rotary Club Kaufbeuren seinen traditionellen „Myball“ (Maiball). Den festlichen Rahmen nutzte die Stadt zudem, um zum nunmehr zweiten Mal ihre „Sportler des Jahres“ zu ehren.

Reinhard Willemsen vom Rotary Club als Organisator des Abends führte durch die Veranstaltung. Der Reinerlös des Balles in Höhe von rund 5.000 Euro fließt in die Alphabetisierung von 200 Schülern in Burkina Faso und wird verwendet für den Wiederaufbau und die Reparatur einer Schule im Senegal. 

Rund 250 Personen folgten der Einladung und tummelten sich in festlicher Abendgarderobe im Stadtsaal. Für die Musik sorgte die Allgäuer Gruppe „Voice“. Unter den Gästen waren auch 17 Mitglieder eines befreundeten Rotary Clubs aus Lavaur-Graulhet (Südfrankreich), mit dem zusammen zwei Bildungsprojekte in Afrika unterstützt werden. 

Der aktuelle Club-Präsident, Dr. Jürgen Stebani, begrüßte alle Gäste im Namen des Rotary Clubs Kaufbeuren und erinnerte an erfolgreiche, lokale Projekte, wie die Unterstützung der „Wärmestube“ oder der Fahrradwerkstatt für „Pro Asyl“ in Kaufbeuren. Hier wird Asylbewerbern die Möglichkeit gegeben, gebrauchte Fahrräder zu reparieren und dann selbst zu nutzen – ein kleiner Schritt zur Eigenständigkeit. 

Nach einigen beschwingten Runden Tanzmusik nahm Oberbürgermeister Stefan Bosse die Vergabe der von der Stadt Kaufbeuren gestifteten Ehrenpreise „Sportler des Jahres“ vor. In der Kategorie Kinder/Jugendliche wurde Christina Nothaft vom Team Buron Schwimmen und Severin Lindner vom TV Neugablonz Ju-Jutsu für die Summe ihrer Erfolge in 2014 ausgezeichnet. 

Die Mannschaftswertung gewannen mit ihrem 1. Platz in der Schwäbischen Meisterschaft die D-Junioren (elf bis 14 Jahre) der SpVgg KF Hallenfußball. Sie waren bei der Abendveranstaltung nicht persönlich anwesend. Bei den Junioren/Senioren wurden Lisa Dollinger von der TVK Judo und Oliver Raabe als Behindertensportler von der Lebenshilfe KF/OAL Laufen/Skilanglauf als „Sportler des Jahres“ ausgezeichnet. 

In der Mannschaftswertung überzeugte auch hier die Lebenshilfe KF/OAL mit dem Sieg der gemischten (Behinderte/Nichtbehinderte) vier mal 400 Meter Staffel bei den Deutschen Special Olympics. Die spontane Dankesrede eines Teilnehmers sorgte hier für einige Auflockerung. Den Sonderpreis der Stadt Kaufbeuren erhielt Raimund Hiemer vom BSK Olympia Neugablonz für 25 Jahre engagierte und erfolgreiche Arbeit als Jugendleiter. 

Später am Abend gab es noch eine Showeinlage mit Bezug zu den angestrebten Projekten in Afrika: Eine kleine Abordnung der Trommlergruppe des Asylkreises Kaufbeuren wartete mit afrikanischen Rhythmen auf, gespielt und gesungen von Laienmusikern aus Ghana und Nigeria. Die Leiterin der Gruppe, Marianne Isabella Faye, bedankte sich im Namen der Spendenempfänger für die Unterstützung der Alphabetisierung in Afrika. 

Es wurde danach bis in die Nacht hinein getanzt und so manche „kesse Sohle“ aufs Parkett gelegt – für Afrika und den Sport. Ein sportliches „Highlight“ folgte dann noch am Sonntag: Die (nicht ganz ernst gemeinte) Revanche des Rotary Clubs Kaufbeuren für das Fußball-Hinspiel von 2013 gegen die französischen Gäste glückte mit 9:4 für Kaufbeuren.

von Wolfgang Krusche

Hintergrundinfo:

Seit 2013 kürt die Stadt Kaufbeuren neben der traditionellen Sportlerehrung (heuer am 12. Juni) zusätzlich die „Sportler des Jahres“. Laut Pressesprecherin Andrea Hiemer soll damit der „Blick noch mehr auf den Spitzensport gelenkt“ werden. Die Preisträger werden von den Sportvereinen vorgeschlagen und dann von einer Jury gewählt. Ausschlaggebend sind dabei die sportliche Leistung, aber auch Aspekte wie persönliche Verdienste und besonderes Engagement.

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