Fürs beste Fahrzeug eine „gute Mannschaft“

Nach Kreisfloriansmesse in Geisenried Segen für das LF 20

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Prächtig geschmückt war das Löschfahrzeug, das von Pater Joseph Biju den kirchlichen Segen erhielt. Links Kommandant Florian Brell, Vorstand Uschi Zwick, stellvertretender Kommandant Bernhard Zwick und (leicht verdeckt) Maschinist Peter Frommknecht, der das LF 20 bis zum Zelteingang steuerte. Rechts Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Geisenried – Was wäre das beste Fahrzeug, wenn darin nicht eine „gute Mannschaft“ zum Einsatz ausrücken würde! Das bekundete Marktoberdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell bei der Fahrzeugsegnung in Geisenried, die Pater Joseph Biju als Seelsorger der Pfarreiengemeinschaft Leuterschach vornahm. Die Geisenrieder Wehr mit 65 Aktiven um Kommandant und Kreisbrandmeister Florian Brell hat das LF 20 Anfang des Jahres in Dienst gestellt.

Wie der Kreisbote in der Ausgabe vom 30. April berichtete, kostet das Löschfahrzeug 356.000 Euro. Den Großteil finanziert die Stadt Marktoberdorf. Der Staat gewährt über die Regierung von Schwaben einen Zuschuss von 88.000 Euro. Der Landkreis Ostallgäu beteiligt sich mit 20.000 Euro.

„Der Landkreis weiß, was er an den Feuerwehren hat“, rief Landrätin Maria Rita Zinnecker den Frauen und Männern im Festzelt in Geisenried nach der Floriansmesse zu. Die Aufgaben würden immer komplexer. Sie hoffe, dass alle Rettungskräfte die Einsätze, wenn sie Verletzte oder gar Tote bergen müssten, gut verarbeiten können.

„Wehret den Anfängen“

„Sie leisten qualifizierte Hilfe“, betonte Bürgermeister Hell. Sorge bereite ihm „die zunehmende Respektlosigkeit“. Es sei inzwischen gar nicht mehr so selten, dass Rettungskräfte beleidigt würden. „Wehret den Anfängen“, rief Bürgermeister Hell zur Courage auf. Verunglimpfungen müssten strafrechtlich geahndet werden, da gebe es null Toleranz.

Kreisbrandrat Markus Barnsteiner sah das neue Löschfahrzeug als „Verpflichtung und Auftrag“. Für die Kreisstadt Marktoberdorf mit ihren 26 Ortsteilen bedeute das LF 20 der Geisenrieder Wehr „ein Stück mehr Sicherheit“.

„Wir sind dankbar, dass ihr Tag und Nacht für uns da seid“, wandte sich Pater Joseph in der Predigt an die 800 Männer und Frauen, die sich zur Kreisfloriansmesse einfanden. Schon im bekannten Leitspruch „Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr“, käme zum Ausdruck, dass die Rettungskräfte „ganz und gar im Sinne Gottes“ handeln würden und praktizierte Nächstenliebe leben, „die über schöne Worte hinausgeht“.

„Wenn ihr (auf den Knopf) drückt, drücken wir uns nicht“. Dieser Satz kam von Uschi Zwick, die seit einigen Monaten Vorstand bei der Feuerwehr in Geisenried ist. Zusammen mit Magda Holzheu und Matthias Schmid sang sie das Lied „Auf uns“, das Andreas Bourani geschrieben hat. Es sollte dafür stehen, dass die Aktiven in den Wehren durchaus stolz auf ihren gemeinsamen ehrenamtlichen Einsatz sein dürfen.

Über drei Tage

An die Kreisfloriansmesse, die von der Musikkapelle Geisenried mit ihrem Dirigenten Andreas Grandl ebenso gestaltet wurde wie nachher der Frühschoppen, schloss sich ein geselliges Beisammensein an. Der Sonntag war der Haupttag des Feuerwehrfestes. Doch schon am Freitag und am Samstag war einiges geboten. Am ersten Abend war das Bierzelt, als die „Partyböcke“ für Stimmung sorgten, gut halb gefüllt.

Deutlich mehr Leute kamen am Samstag zu den „Schwindligen 15“. Die Stimmung sei großartig gewesen, bekundet Vorstand Uschi Zwick, die ihren langjährigen Vorgänger Peter Grotz (24 Jahre im Amt) die Urkunde mit der Ernennung zum Ehrenvorstand überreichte. Nach einem kurzen Resümee zum Feuerwehrfest befragt, sagte Zwick schon am Sonntagmittag: „Wir sind super zufrieden.“

jj

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