Coronavirus

Nach Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung findet die Polizei in Kaufbeuren Waffen und Drogen

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Kaufbeuren – So mancher Mitbürger will die geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie wohl einfach nicht hinnehmen. Am Dienstag und Mittwoch musste die Polizei erneut sogenannte Corona-Partys in Kaufbeuren auflösen und fand anschließend Waffen und Drogen.

Am Dienstagabend meldete eine Anwohnerin der Polizei Kaufbeuren, dass sie beobachten konnte, wie mehrere Personen die Wohnung eines Nachbarn betraten und dort verweilten. Als die Polizeibeamten eintrafen, flüchtete eine der Personen, die aber noch ermittelt werden konnte. Zudem befand sich in der Wohnung neben dem 42-jährigen Wohnungsinhaber laut Polizei noch eine weitere unberechtigte Person. Schon beim Öffnen der Wohnungstür nahmen die Polizeibeamten zudem starken Marihuanageruch wahr und stellten bei der anschließenden Durchsuchung der Räume mehrere Einhandmesser, ein verbotenes Springmesser sowie eine geringe Menge Marihuana sicher. 

Bereits in der Woche zuvor musste die Polizei in derselben Wohnung eine „Corona-Party“ auflösen. Da sich mit Ausnahme des Inhabers keiner der Beteiligten aus einem triftigen Grund in der Wohnung befand, erwartet diese nun wieder eine Anzeige gegen das Infektionsschutzgesetz. Weil der uneinsichtige Wohnungsinhaber wiederholt vorsätzlich gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen hat, wird das Bußgeld nun deutlich erhöht werden. Zudem werden gegen ihn Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz erstattet.

Flucht vor Polizei

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fiel den Polizeibeamten der PI Kaufbeuren eine Personengruppe in Neugablonz auf, die sich gemeinsam auf einem Sportgelände aufhielt und Alkohol konsumierte. Als sie den Streifenwagen sahen, flüchteten die Personen laut Polizei. Kurze Zeit später konnte die Polizei jedoch einen 27-Jährigen, der Teil der Gruppe war, stellen. Während der Aufnahme der Personalien wurde dann noch eine zweite Person aus der Gruppe festgestellt. Der 19-Jährige gab an, mehrere Messer mit sich zu führen. Tatsächlich konnten bei ihm drei Einhandmesser sichergestellt werden. In seiner Wohnung fanden die Polizisten noch ein Samurai-Schwert, ein Kampfmesser sowie eine geringe Menge Marihuana. 

Beide Männer erwartet nun eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Der 19-Jährige muss sich zusätzlich wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz verantworten.

Grillfest trotz Corona-Ausgangsbeschränkung

Am Donnerstagabend ging bei der Polizeiinspektion die Mitteilung über eine Personengruppe ein, die zusammen ein Grillfest auf einer Wiese nahe des Schumburger Wegs in Neugablonz veranstalte. Tatsächlich hatten sich laut Polizei fünf Personen getroffen, um dort gemeinsam zu grillen. Die Feier wurde von der Polizei aufgelöst. Da keiner der Beteiligten das Haus aus einem triftigen Grund verlassen hatte, erwartet alle Beteiligten eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

kb

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