Kliniken: Verwaltungsrat plant Nachfolge für Dr. Ostwald – Privatisierung ausgeschlossen

Weichen für die Zukunft gestellt

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Die Nachfolge von Klinken-Vorstand Dr. Philipp Ostwald ist offenbar geregelt.

Kaufbeuren – Der Verwaltungsrat der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren hat sich in seiner Sitzung vergangene Woche in Marktoberdorf mit der aktuellen Situation der Kliniken nach dem Verzicht von Dr. Ostwald auf eine weitere Amtszeit befasst.

Hierbei wurde das weitere Vorgehen bei der Suche nach einem neuen Vorstand vereinbart, der Wirtschaftsplan für das Jahr 2017 verabschiedet und eine Privatisierung der Kliniken ausgeschlossen.

Die Erklärung von Dr. Ostwald, für eine weitere Amtszeit nach dem 31. Dezember 2017 nicht mehr zur Verfügung zu stehen, wurde „mit Respekt“ zur Kenntnis genommen. Sollte Dr. Ostwald die Kliniken bereits früher verlassen wollen, hat der Verwaltungsrat vorgesorgt und die Berufung einer leitenden qualifizierten Mitarbeiterin des Unternehmens als Interimsvorstand vorbereitet. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Oberbürgermeister Stefan Bosse: „Wir sind im Jahr 2017 voll handlungsfähig und auch auf ein früheres Ausscheiden von Dr. Ostwald vorbereitet“.

Insgesamt möchte der Verwaltungsrat die Nachfolge von Dr. Ostwald in einem „strukturierten Verfahren“ durchführen. Dabei wird er sich eines noch auszuwählenden Unternehmens bedienen, das auf Personaldienstleistungen im Krankenhauswesen spezialisiert ist. Landrätin Maria Rita Zinnecker, stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates, stellt dabei klar: „Die Führungsfrage soll so schnell wie möglich entschieden werden. Dabei werden wir selbstverständlich an unseren drei Standorten festhalten. Eine Privatisierung kommt für den gesamten Verwaltungsrat nicht in Frage.“

In der Verwaltungsratssitzung wurde außerdem der Wirtschaftsplan für das Jahr 2017 verabschiedet. Er sieht einen weiteren Abbau des Defizites vor. Bei planmäßigem Verlauf soll das Defizit 2017 noch 3,7 Millionen Euro betragen. Im Wirtschaftsplan für 2016 wurde mit einem Defizit von 4,6 Millionen Euro geplant.

Kreisbote

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