Zweimal wöchentlich

Nachhilfeprojekt an Kaufbeurer Grundschulen gestartet

Kaufbeuren Mitarbeiter OB Nachhilfeprojekt
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Arthur Müller (hinten v. li.), Schulleiter der Konradinschule und Bildungsbeauftragter des Stadtrats, Oberbürgermeister Stefan Bosse, Alfred Riermeier, Leiter des Jugend- und Familienreferats, sowie Ursula Gollmitzer (vorne v. li.) und Simone Burk-Seitz von der Kinderbrücke Allgäu e.V.

Kaufbeuren – Die Kinderbrücke Allgäu hat in Kooperation mit der städtischen Abteilung Kaufbeuren-aktiv ein Nachhilfeprojekt an den sieben Kaufbeurer Grundschulen ins Leben gerufen. Der Förderrahmen des Projekts umfasst bis zum 31. Juli 2022 insgesamt rund 25.000 Euro.

Seit vergangener Woche dürfen auch die Grundschulkinder wieder in den Präsenz- beziehungsweise Wechselunterricht zurück. Für viele war dieser Zeitpunkt lange ersehnt. Die Corona-Pandemie, die damit verbundenen Schulschließungen und die längere Zeit des Homeschoolingunterrichts stellten wohl viele Beteiligten im Bildungsbereich vor große Herausforderungen. „Die Jüngsten, die die wichtigsten schulischen Grundlagen erst noch erlernen müssen, sind hier auf besondere Unterstützung bei der Erfüllung der schulischen Aufgaben angewiesen. Aber nicht alle Familien können dies aus den unterschiedlichen Gründen leisten“, stimmte Simone Burk-Seitz, Erste Vorsitzende der Kinderbrücke Allgäu, über die Beweggründe ein.

Mit den Fördermitteln der Kinderbrücke können je Schule zwei bis drei Nachhilfegruppen angeboten werden. Die Förderstunden finden zweimal wöchentlich außerhalb des regulären Unterrichts in den Räumen der jeweiligen Schule statt. „Wir wollen in der aktuellen Lage insbesondere leistungsschwächere Kinder aus bedürftigen Familien mit kostenfreien Nachhilfestunden unterstützen“, so Ursula Gollmitzer, Zweite Vorsitzende der Kinderbrücke Allgäu.

Bei der Realisierung des Projekts vor Ort werden die Kinderbrücke und die Grundschulen durch die städtische Abteilung Kaufbeuren-aktiv unterstützt.

Auch aus schulischer Sicht kommt das Nachhilfeprojekt gut an. „Wir sind alle sehr dankbar für so schnelle und pragmatische Maßnahmen wie die der Kinderbrücke Allgäu, die besonders dort ansetzen, wo sie momentan dringend gebraucht werden“, so Arthur Müller, Schulleiter der Konradinschule. „Durch die langen Distanz- und Wechselunterrichtsphasen an den Schulen ist es dringend notwendig auch externe Unterstützungsangebote mit einzubeziehen, da die Ressourcen an schulischem Personal momentan noch nicht ausreichen, die entstandenen Defizite besonders in der Sprachförderung auszugleichen. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei dem Team des Bildungsbüros und Kaufbeuren aktiv für die Umsetzung und Organisation dieser wertvollen Unterstützungsmaßnahme.“

kb

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