Des Nachts auf dem Buchel

Der Ortstermin für die Mitglieder des Bauausschusses wurde durch kritische Stimmen begleitet. Die Demonstranten bezeichneten sich selbst als „überkonfessionelle Christen“ und kritisierten die „Unchristlichkeit“ des gewählten Themas „Hexen und Walpurgis“.

Den meisten Menschen gefällt er, der neue Spielplatz auf der Buchel, auch wenn das Thema „Hexen und Walpurgis“ nicht ganz unumstritten ist. So nutzten einige Demonstranten die Anwesenheit der Mitglieder des Bauausschusses, um gegen das aus ihrer Sicht „unchristliche Motto“ des Spielplatzes zu demonstrieren. Obwohl das Spielgelände noch nicht offiziell eingeweiht ist, und auch noch keinen Namen hat, wird es bereits jetzt schon sehr gut angenommen.

Dass der Name zur Gestaltung des Spielplatzes passen soll, darüber war man sich im Stadtrat einig. Nach kurzer Diskussion, bei der die Vorschläge von Luitpold- bis Buchelspielplatz reichten, hatte sich der Stadtrat entschlossen, die Marktoberdorfer Grundschulen zu bitten, ihre Phantasie bei der Namensfindung einzubringen. Vorgaben entsprochen Das gewählte Thema „Hexen und Walpurgis“ entspreche den Vorgaben durch die Stadt, erklärte Tojan Bieber von der Firma Cucumaz. Er habe den Spielplatz zuerst im Maßstab 1:25 entwickelt, und ihn dann ohne Pläne dem Modell nachgebaut. Viele der umgesetzten Ideen, die auf dem neuen Spielplatz zu einem Gesamtbild zusammengefügt wurden, seien von den beteiligten Schulen gekommen. Ein Hexenbesen wurde zu einer „Miteinanderschaukel“ und eine Sanduhr stand Pate für den „Sanduhrkasten“. Christen demonstrieren Begleitet wurde die Einweisung der Stadträte dann durch einige Demonstranten, die sich mit Plakaten und einem Flugblatt gegen das „unglückliche“ Thema des Buchelspielplatzes wandten. Der „thematische Fehlgriff“ des Stadtrates stelle „die Weichen falsch“ und gleiche einer „Flugzeugentführung“ am Bürger vorbei. Die Frage, welcher Gruppierung eigentlich hinter der Protestaktion stehe, wurde mit „überkonfessionelle Christen“ beantwortet. Eine offene Feuerstelle erzeugte während der Besichtigung Besorgnis bei einigen Räten. So wies Andreas Wachter (CSU) darauf hin, dass es besonders in der Nacht „ausarten“ könne. Eine verschließbare Blechhaube und die vorherige Anmeldung einer Nutzung seien aber geeignete Vorkehrungen, um für die Sicherheit in Bezug auf die Feuerstelle zu sorgen. Axel Maaß (Grüne), der die Gestaltung als „sehr gelungen“ bezeichnete, schloss sich dieser Meinung an. Im Übrigen halte er persönlich die Diskussion um „Hexen“ und „Walpurgis“, im Gegensatz zu den Christen, für „unproblematisch“.

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