Nachwuchs des Handwerks

„Sie haben es geschafft. Durch ihre Berufsausbildung haben sie ihr berufliches Rüstzeug erworben, das ihnen keiner mehr wegnehmen kann”, betont Hans-Peter Rauch, Vizepräsident der Handwerkskammer Schwaben. Aus seinen Händen erhielten 217 Junggesellen im „Modeon“ den meist lang ersehnten und hart erarbeiteten Gesellenbrief, der den erfolgreichen Abschluss der Lehrzeit dokumentiert. 18 junge Handwerker wurden zudem für ihre hervorragenden Prüfungsergebnisse besonders geehrt.

„Mit ihrem Gesellenbrief und ihrem Können sind sie die Stars von morgen”, würdigte Hans-Peter Rauch die frischgebackenen Junggesellen bei ihrer großen Freisprechungsfeier im „Modeon“. Neben den jungen Handwerkern haben im Saal meist auch die Eltern, Freunde und die Lehrmeister Platz genommen. Auch in wirtschaftlich schwachen Zeiten sei das Thema Fachkräftesicherung von Bedeutung, meinte Rauch. Im Handwerk liegt der Facharbeiteranteil bei 80 Prozent. „Gerade nach der Krise werden die Unternehmen im Vorteil sein, die dann über Fachpersonal und qualifizierte Mitarbeiter verfügen”, erklärte der Vizepräsident der Handwerkskammer Schwaben in seiner Festrede. Er regte die Gesellen an weiter zu machen, beispielsweise mittels Weiterbildungskursen, Seminaren oder sogar die Meisterprüfung anzustreben. Über die hohe Zahl von immerhin 217 Junggesellen freute sich auch Jürgen Reitebuch, Kreishandwerksmeister für Füssen-Marktoberdorf. Sein Lob gilt den Ausbildungsbetrieben, „die sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind und qualifizierte Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen”. Die Glückwünsche seitens der Stadt Marktoberdorf überbrachte der 2. Bürgermeister Walter Schilhansl und ermutigte die jungen Erwachsenen zu „einer positiven Grundeinstellung”. Landrat Johann Fleschhut sagte: „Die Qualität, die Leistung, die Motivation und die regionale Verankerung machen das Handwerk stark”. Als Direktor der Berufsschule Ostallgäu gratulierte Remigius Kirchmaier und lies seinen Blick über die Zuhörer schweifen: „Hier präsentiert sich qualifizierter Handwerker-Nachwuchs”. Auf die Bedeutung der Lehrzeit für die soeben fertig gewordenen Auszubildenden aber auch auf die Bedeutung des Nachwuchses im Handwerk ging Kirchmaier in seiner Rede ein. Er machte dabei auch auf die Kooperation der Berufsschule mit Hauptschulen aufmerksam, um „die Ausbildungsfähigkeit der Schüler zu steigern”. Prüfungsbeste 2009 Im Rahmen der Freisprechungsfeier wurden als Prüfungsbeste geehrt: Tobias Wächter (Bäcker), Anita Wild (Bäckerei-Fachverkäuferin), Daniel Kling, Joachim Pawlicki (beide Fleischer), Jessica Hager, Claudia Steiner (beide Fleischerei-Fachverkäuferin), Dennis Fechter (Fahrzeuglackierer), Christian Himmer (Fliesenleger), Evelyn Lipp (Friseurin), Sabrina Glatz, Martin Czernoch (beide Feinwerkmechaniker), Richard Haug (Maurer), Matthias Zerbes (Metallbauer), Patrick Günther (Sattler), Tobias Reichensberger, Carina Michler, Stefan Glüder (alle Schreiner) und Dominik Fischer (Zimmerer).

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