Ratte versetzt Kaufbeurer Stadtmitarbeiter in Aufruhr

Nager im Rat(t)haus

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Dieser kleine Fußabdruck hat die Ratte verraten.

Kaufbeuren – Großes Geschrei im Rat(t)haus hat vergangene Woche eine Ratte ausgelöst, die tagelang durch die Räume huschte. Ursprünglich hatte man geglaubt, Mäuse in der Stadtkämmerei zu haben, nachdem Exkremente gefunden worden waren, erzählte Oberbürgermeister Stefan Bosse launig beim Neujahrsempfang der Stadt. Wäre ja passend, schließlich würde in Markus Pferners Abteilung das Geld verwaltet, redensartlich die „Mäuse“.

Wie sich aber herausstellte, handelte es sich bei der vermeintlichen Maus um ein etwas größeres Exemplar mit wesentlich längerem Schwanz. Tatsächlich musste es eine Ratte sein, die ihr Unwesen in der Kämmerei trieb – ihre eigenen Pfotenabdrücke hatten sie verraten, nachdem sie über ein Stempelkissen gehuscht war (siehe Foto). Das war der erste Fehler des ungebetenen Gastes, der „trotz aller Sicherheitsvorkehrungen eingedrungen“ war und mehrere Nächte im Rathaus verbracht hatte, so Bosse.

Noch während der Anwesenheit eines beauftragen Kammerjägers spazierte die Ratte zum Schrecken der Damen seelenruhig durch das Zimmer des Kämmerers – zweiter Fehler. Sie begab sich alsdann in die EDV-Abteilung, wo sie von den dortigen Mitarbeitern gefangen wurde.

Inzwischen sei man wieder „rat(t)los im Rat(t)haus“, glänzte Bosse mit Wortspielchen und wünschte auf dem Empfang anschließend einen guten Appetit: „Es gibt heute aus diesem Anlass – Ratatouille“.

von Martina Staudinger

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