(Wort-)gewaltiger Sturm aufs Kaufbeurer Rathaus

Narren erstürmen Rathaus

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Kaufbeurer Narren sind mithilfe von Stargast Wolfgang Krebs nach erfolgreichem Rathaussturm an der Macht.

Kaufbeuren – Die Rathausspitze musste sich auch dieses Jahr am „Lumpigen Donnerstag“ geschlagen geben: Der Schar der Kaufbeurer Narren rund um Kunstreiter, Aufbruch-Umbruch, Saskaler Armee und Wertachgarde hatten die Bürgermeister Ernst Holy und Gerhard Bucher beim Rathaussturm nicht viel entgegenzusetzen.

So hielten am Ende nach scharfzüngigen Wortgefechten von Günther „Güschi“ Seydel als Vertreter der Faschingsvereine und seinen Unterstützern, Kabarettist Wolfgang Krebs sowie Jürgen „Hausl“ Richter, die Narren das Zepter, beziehungsweise den Rathausschlüssel, in der Hand.

Keinen Zweifel ließ „Güschi“ daran aufkommen, dass „wir in den drei Tagen mehr schaffen, als die Rathausspitze in 365 Tagen“ („ein knappes Jahr nur warn wir fort, das hat gereicht, die ham´s geschafft, da drinnen alles falsch gemacht“). Von einer dubiosen Ratte war da zum Beispiel die Rede, die im „Rat(t)haus“ ihr Unwesen trieb und alle „rat(t)los“ zurückließ. Angesichts dieses Chaos und der Uneinigkeit sahen die Narren den (kurzzeitigen) Rauswurf des Stadtrats als völlig gerechtfertigt: „Ihr streitet oftmals nächtelang, anstatt zu zieh´n an einem Strang“, lautete die herzhafte Kritik.

Krebs alias Horst Seehofer verabschiedete sich indes schon mal offiziell von den Kaufbeurern, um in Berlin seines Amtes zu walten, während „Hausl“sich schon auf die neuen Einkaufsmöglichkeiten im Forettle freute, das dann „endlich mit einem KiK und fünf Ein Euro-Läden“ für die Bürger auftrumpfen könne.

Die vielen Besucher ließen sich vom Schneewetter nicht die gute Laune vermiesen und wurden mit einer bunten Gaudi und hunderten von Faschingskrapfen belohnt.

von Mahi Kola

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