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Narren ziehen durch Ronsberg

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Ronsberg – Bei leicht wolkenverhangenem Himmel und frühlingshaften fünf Grad startete der Ronsberger Faschingszug am Sonntag pünktlich um 13.33 Uhr. 53 Wagen und Fußgruppen bildeten den „Tausendfüßler“ durch den Markt Ronsberg. Rund 9.000 Besucher aus Nah und Fern – mehr als 2017 – säumten die Straßen.

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Viele Kinder standen erwartungsvoll mit Taschen an den Straßen, um geworfene Bonbons zu erhaschen. Einige Zuschauer und viele Kinder hatten sich, teilweise sehr aufwändig geschminkt und verkleidet, um dabei zu sein und Spaß zu haben und Spaß zu machen.

Vorne weg marschierten die Garden des Ronsberger Faschingsvereins, die Minigarde der Sechs- bis Zwölfjährigen, gefolgt von der Teeniegarde, der Prinzengarde und dem Prinzenpaar auf dem Wagen. Es folgten klassische Maskengruppen, ideenreich geschmückten Wagen und fantasievoll gekleidete Fußgruppen. Einige Trommler- und Blechbläsergruppen sorgten für abwechslungsreiche Stimmungsmusik zum Mitklatschen. Zwischendrin waren immer wieder die wummernden Bässe der Lautsprecher auf den Anhängern zu hören, die den Rhythmus von bekannten Party-Liedern zum Mitsingen vorgaben. Einige Wagen wippten im Takt mit, aufgeschaukelt durch die Mädchen und Jungs auf den Wagen. Besonders oft waren „Steampunk“-Themen vertreten, die moderne und futuristische technische Funktionen mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpfen. Durch nachgeahmte, dampfbetriebene (engl. „Steam“) Maschinen entsteht ein deutlicher Retro-Look der Technik.

Aus allen Orten der Umgebung von Ronsberg waren die Narrengruppen gekommen, diesmal besonders viele aus Untrasried. Aber auch weiter entfernt, etwa aus Durach, Sonthofen und Tannheim kamen die Spaßmacher mit Wagen oder als Fußgruppe. Einige Gruppen und Wagen beschäftigten sich mit Film- und Fernsehthemen, wie die Mumien, die Chroniken von Narnia oder Raumschiff Surprise. Auch waren wieder die Piraten dabei mit einer „Black Pearl“ in den modernen Versionen „aus der Karibik, als Voodoo-Beschwörer und als Geisterpiraten“. Das Schlusslicht des Faschingszuges bildete diesmal der Faschingswagen aus Niedersonthofen mit ihrem Kohlebergwerk und nahmen damit Bezug zum Kohleausstieg in Deutschland. Manch einer freute sich auf die letzten, zugeworfenen Bonbons des Zuges und musste feststellen, dass es Holzkohlestückchen waren.

Wer von dem gelungenen Faschingsumzug und der ansteckenden Stimmung noch nicht genug hatte, feierte weiter im Festzelt.

Am kommenden Sonntag, 3. März, findet ab 13.33 Uhr der zweite Ronsberger Faschingsumzug statt. Wer sich also die aufwändig gestalteten Wagen nochmals sehen will, hat hier die beste Gelegenheit.

von Wolfgang Krusche

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