Nationalteam bleibt im A-Pool

Für die Nationalspieler Marcus Kerber (links/Germaringen) und Harald Schmid (rechts/Kaufbeuren) war die WM ein tolles Erlebnis. Erleichtert ist auch Co-Trainer Gordon Lang über den weiteren Verleib im A-Pool. Foto: sg

Die Deutsche Streethockey-Nationalmannschaft bleibt auch im kommenden Jahr im A-Pool. Den so wichtigen Sieg bei Weltmeisterschaft in Bratislava erzielte das DSHB-Team gegen die Schweiz. Am Ende gewann die Truppe von Headcoach Dieter Hegen gegen die Eidgenossen knapp mit 3:2. Sonst musste Deutschland in den anderen Vorrundenspielen viel Lehrgeld bezahlen.

„Die Umstellung auf den härteren Spielball, den speziellen Bodenbelag und auch die schnelle internationale Spielweise fiel unseren Akteuren zu Turnierbeginn nicht leicht“, fasst es der Germaringer Christian Gabler, Vizepräsident des DSHB zusammen. Mit einer klaren 0:7-Niederlage startete Deutschland gegen Tschechien ins WM-Turnier. Auch gegen Finnland musste man sich am Ende mit 0:7 geschlagen geben. Selbst gegen Kanada war bei der 2:13-Klatsche kein Kraut gewachsen. „Wir hatten mit der Gruppe 1 des A-Pools die schwersten Gegner zu bewältigen“, so Headcoach Dieter Hegen. Obwohl in einem Vorrundenspiel gegen Portugal die Überraschung in der Luft lag, musste sich Deutschland nach drei Dritteln knapp mit 2:4 geschlagen geben. Im Spiel um Platz sieben führte das DSHB-Team gegen Finnland schon mit 3:1 und gab die Partie noch mit 3:4 aus der Hand. Für alle teilnehmenden deutschen Spieler war es eine Ehre die Farben „schwarz-rot-gold“ auf internationalem Terrain zu präsentieren. Selbst Harald Schmid von den Green Monsters Kaufbeuren wird dieses Event in Erinnerung behalten. „Wir hatten einen klasse Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft und das WM-Flair war auch toll“, fasst es der 33-jährige Abwehrspieler zusammen. An den Teams Kanada und Tschechien könne man sich nicht messen, „das haben wir an unseren Ergebnissen gesehen“, so Schmid. Für den Germaringer Spieler Marcus Kerber war es die erste Weltmeisterschaft, an der er teilnahm. Gegen die Schweiz konnte der 24-Jährige allein zwei Treffer erzielen. „Das war schon eine große Umstellung für mich. Bei der WM ging alles einiges schneller zu. Du hast überhaupt keine Zeit auf dem Platz. Das war für viele Spieler eine Umstellung“, so der Stürmer. Auch er kämpfte anfangs mit der Nervosität, doch zum Ende hin wurde es immer besser. „Gegen die Schweizer haben wir uns endlich gefunden und einen wichtigen Sieg gelandet“, freut er sich bei der WM dabei gewesen zu sein. „Das Turnier hat richtig Spaß gemacht“, daher will Marcus Kerber auch beim nächsten internationalen Turnier wieder mit dabei sein. Spätestens dann hat er vieles gelernt. „Wenn wir im August nochmals antreten würden, sähe die Sache schon ganz anders aus“, so Gordon Lang, Co-Trainer der Nationalmannschaft. „Bis auf unseren Goali Jochen Gärtner fehlte bei vielen Akteuren die internationale Spielweise und Erfahrenheit“. Dieter Hegen fügt noch hinzu, „dass vor allem in der Zukunft mehr an der Kondition und in den Bereichen Schnelligkeit und Beweglichkeit gearbeitet werden muss“. Dann sei seiner Meinung nach einer gezielten Vorbereitung mit internationalen Vergleichen bei der WM 2013 in Kanada eine durchaus bessere Platzierung möglich. Alter und neuer Weltmeister ist Tschechien. Im Finale gewannen sie gegen Kanada mit 3:1. Bronze holte sich Gastgeber Slowakei. Abgestiegen ist Österreich. Frankreich spielt künftig im A-Pool. Bei den Frauen sicherte sich die Slowakei den WM-Titel. Bereits am kommenden Wochenende geht der Spielbetrieb in der 1. Bundesliga wieder gewohnt weiter. Am Samstag müssen die Piranhas Germaringen auswärts bei den favorisierten Heilbronn Hornets antreten. Auch am Sonntag rollt der Fieselball ab 19 Uhr, wenn sich die Broken Skulls Kaufbeuren und die Green Monsters Kaufbeuren wieder gegenüber stehen.

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