Naturerlebnis im Königsberger Forst

Monika Schirutschke erklärte Schülern und Erwachsenen eine Menge Neues zum Thema heimische Vögel Foto: Frisch

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten hat zusammen mit Vertretern der Gemeinde Friesenried, des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), der Leader-Aktionsgruppe Ostallgäu und zahlreichen Schülern die Vogelbeobachtungsstation sowie den erweiterten Lehrpfad im Königsberger Forst eröffnet. Auch der Friesenrieder Bürgermeister Wolfgang Ger-um (Freie Wähler) und Landrat Johannes Fleschhut (Freie Wähler) wollten sich das heimische Naturerlebnis nicht entgehen lassen und folgten am vergangenen Samstag bei immerhin stabiler Witterung dem rund einstündigen Rundspaziergang unter Führung von Monika Schirutschke vom Landesamt für Vogelschutz in Memmingen.

Neben Stationen mit liebevoll gestalteten Schaukästen, in denen Vogelarten wie Specht oder Großer Brachvogel erklärt und gezeigt werden, sowie einer Insektenbrutwand, Fledermausnistkästen und einem Hörtrichter für Waldgeräusche, war die Hauptattraktion der neue Pavillon, in dem die Besucher künftig das Brutgeschehen vieler regionaler Arten praktisch haut- nah verfolgen können. Zudem dient das Holzbauwerk als Wetterschutz für die Besucher. An Attraktivität habe der Wanderweg auch dadurch gewonnen, dass nun aus einem ehemaligen geraden Weg mithilfe eines zusätzlich erschlossenen Wegstücks ein Rundwanderweg geworden ist, erklärte der Leiter des Lehrpfades, Robert Mecklinger. Stolz ist er auf seinen Rundweg, denn neben 12600 Euro Fördergeldern aus dem Leader-Topf der EU steckt eine Menge Eigenleistung sowie über 650 ehrenamtliche Arbeitsstunden von 33 örtlichen Helfern dahinter. „Für alle naturinteressierten Spaziergänger und Wanderer haben wir diesen Pfad geschaffen, aber vor allem auch für Kinder“, betonte der Allgäuer Leader-Manager Ethelbert Babl. „Leider kennen heutzutage die meisten jungen Menschen mehr Automarken als Vogelarten, da ist es wichtig, ihnen die Natur wieder nahe zu bringen“. Diese Befürchtung musste man allerdings bei den Schülern der Friesenrieder Volksschule nicht hegen, denn voller Interesse und Wissensdurst folgen sie den Ausführungen vom Monika Schirutschke und meisterten das kleine Vogelquiz an den jeweiligen Stationen mit bravour. Landrat Fleschhut betonte die Wichtigkeit solcher Projekte mit Blick auf den Artenschutz: „Jeden Tag sterben weltweit 150 Arten aus – auch im Allgäu wird die Vielfalt geringer. Daher müssen wir alles tun, um diesem Prozess Einhalt zu gebieten, und jeder einzelne Bürger kann viel dazu beitragen“. Dies zeige gerade ein Gemeinschaftsprojekt wie der Vogellehrpfad. „Wir tun von kommunaler Seite alles, um solch ehrenamtliches Engagement zu fördern.“

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