Für den guten Start ins Leben

Rat und Hilfe für junge Eltern

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Die KoKi will allen Kindern durch die Koordinierung von Hilfsangeboten für junge Familien einen guten Start ins Leben ermöglichen.

Ostallgäu – Werdende und junge Eltern benötigen besondere Hilfe und Unterstützung. Sei es bei Fragen rund um die Säuglingspflege oder Erziehung, bei Ängsten und Unsicherheiten im Umgang mit dem Neugeborenen oder in belastenden Lebenslagen. Mit dem Netzwerk für frühe Kindheit (KoKi) will der Landkreis Ostallgäu seit 2009 allen Kindern „einen guten Start“ ins Leben ermöglichen.

Was braucht mein Baby? Wie kann ich ihm einen guten Start ins Leben ermöglichen? Wo kann ich mir Hilfe für mich und mein Schrei-Baby holen? Welche Fördermöglichkeiten kann ich meinem Kleinkind bieten? Diese oder ähnliche Fragen beschäftigen wohl alle Eltern. 

Gerade in den ersten Lebensmonaten und -jahren eines Kindes benötigen Eltern besondere Hilfe und Unterstützung. Die KoKi bietet werdenden und jungen Eltern Hilfe in sämtlichen Lebenslagen, vor allem aber auch in Notlagen, und stellt bei Bedarf Kontakte zu anderen Stellen her. 

Das Angebot ist vor allem für Teenie-Mütter, Familien in schwierigen Lebenslagen, bei ungünstigen Wohnverhältnissen oder finanziellen Engpässen, für Alleinerziehende oder Eltern mit einem kranken oder behinderten Kind zu einer unverzichtbaren Institution geworden. Gleichwohl richtet sich das Angebot an alle jungen Familien, ganz egal, ob sie Beratung in der Schwangerschaft, Antworten auf Fragen zur Geburt, Ernährung, Pflege oder Kindererziehung, Entlastung bei Krankheit oder Trauerbegleitung beim Tod des Kindes benötigen. 

Darüber hinaus bietet die KoKi „Informationen über Angebote im Ostallgäu rund um die frühe Kindheit“ und stellt auch mal den Kontakt her, wenn Eltern auf der Suche nach Austauschmöglichkeiten mit anderen Eltern sind. „Wir suchen immer nach passgenauen Hilfen für die Familien“, so Eva-Maria Rottach und Antonia Kranz von der KoKi Ostallgäu. 

Dass die Kinderschutzstelle durch seine koordinierende Netzwerkarbeit nicht nur eine wichtige Lücke im Versorgungssystem schließt, sondern auch gut angenommen wird, belegt ein Blick auf die Zahlen: 2009, im ersten Jahr der KoKi, wurden 20 Erstkontakte verzeichnet, im Folgejahr waren es bereits rund 85. 2014 fanden über 120 Erstkontakte statt.  Auch Fachkräfte in der Jugend- und Gesundheitshilfe können sich bei Fragen oder bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung an das Kinderhilfswerk wenden. Doch auch jenseits der nüchternen Zahlen lassen sich Erfolge verzeichnen: Seit Eröffnung der Einrichtung konnte zahlreichen Säuglingen und Kleinkindern sowie deren Familien schnell und unbürokratisch geholfen werden – und rasche Hilfe kann gerade bei den Kleinsten, die sich noch nicht selbst helfen können, im Ernstfall sogar Leben retten.

Seit Juli 2009 gibt es bayernweit Einrichtungen der KoKi („Koordinierende Kinderschutzstelle“), die werdenden Eltern und Eltern mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren beratend zur Seite stehen, unter anderem auch im Kreisjugendamt Ostallgäu in Marktoberdorf. Dabei verpflichtet sich die KoKi den drei Grundsätzen „Wahrung der Schweigepflicht, Freiwilligkeit und Kostenfreiheit“, um allen Familien des Landkreises die Inanspruchnahme des Angebots zu ermöglichen. 

In den vergangenen Jahren konnte ein dichtes Netzwerk aufgebaut werden, das Familien in allen Lebenslagen Hilfe bietet: Als starke Partner konnten unter anderem Familienhebammen, Kinderkranken- schwestern, psychologische und finanzielle Beratungskräfte, Haushaltshilfen, Schwangerenberatungsstellen, die „Lebenshilfe“, die „Schreibabyambu- lanz“, der „Bunte Kreis“ und die Nachsorgeeinrichtung für früh- und risikogeborene Kinder, „Harl.e.kin“, gewonnen werden. 

Dass die Kinderschutzstelle durch seine koordinierende Netzwerkarbeit nicht nur eine wichtige Lücke im Versorgungssystem schließt, sondern auch gut angenommen wird, belegt ein Blick auf die Zahlen: 2009, im ersten Jahr der KoKi, wurden 20 Erstkontakte verzeichnet, im Folgejahr waren es bereits rund 85. 2014 fanden über 120 Erstkontakte statt. Auch Fachkräfte in der Jugend- und Gesundheitshilfe können sich bei Fragen oder bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung an das Kinderhilfswerk wenden. 

Doch auch jenseits der nüchternen Zahlen lassen sich Erfolge verzeichnen: Seit Eröffnung der Einrichtung konnte zahlreichen Säuglingen und Kleinkindern sowie deren Familien schnell und unbürokratisch geholfen werden – und rasche Hilfe kann gerade bei den Kleinsten, die sich noch nicht selbst helfen können, im Ernstfall sogar Leben retten.

von Sabrina Hartmann

Koordinierende Kinderschutzstelle KoKi

Die Koordinierende Kinderschutzstelle (kurz KoKi) ist ein Netzwerk, das werdenden Eltern und Eltern von Kindern in den ersten drei Lebensjahren breite Unterstützung in allen – auch schwierigen – Lebenslagen bietet. Die kostenlose Beratungsstelle bietet schnelle und unbürokratische Hilfen für Eltern und ihre Kinder und vermittelt die Familien bei Bedarf an weiterführende Hilfsangebote. Zu finden ist die KoKi in den Räumen des Landratsamts Ostallgäu, Zimmer 419 (Westtrakt). Kontakt und Informationen gibt es außerdem unter der Telefonnummer 08342/911911 oder per E-Mail an koki@lra-oal.bayern.de.

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