Planungswettbewerb für Matthias-Lauber-Kinderhaus abgeschlossen

"Ein Haus für Kinder"

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Freude auf beiden Seiten: Bei Pfarrer Thomas Kretschmar (links) über den gelungenen Entwurf und bei Gerhard Ullmer über die erste Platzierung, die nach dem Willen der Auslober auch umgesetzt werden soll.

Kaufbeuren – Die evangelische Dreifaltigkeitsgemeinde plant eine Betreuungsstätte für Kinder. Nachdem das staatliche Förderprogramm für die Schaffung von Krippenplätzen bis Ende 2014 verlängert worden war, entschloss sich die Gemeinde für das Projekt und muss nun einen sportlichen Zeitplan einhalten.

Nach einem nichtoffenen Planungswettbewerb für den Neubau einer Kindertagesstätte der Evang.- Luth. Gemeinde hat das Preisgericht am vergangenen Dienstag seine Entscheidungen bekannt gegeben. Dabei stellte Prof. Dipl.-Ing. und Architekt Werner Girsberger als Vorsitzender des Gremiums die drei Preisträger vor. Das Vorhaben für einen Neubau mit Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro war erst im Frühjahr gestartet worden, nachdem das Programm für die Förderung von Krippenplätzen bis 2014 verlängert worden war. „Wir haben bis heute ein sportliches Programm absolviert“, sagte Pfarrer Thomas Kretschmar als Pfarramtsführer der Gemeinde. 

Der rund 30 Jahre alte jetzige Bau des Kindergartens entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen, Krippenplätze gibt es bisher nicht. Nach den Worten von Pfarrer Kretschmar gab es zwar im Mai erste Überlegungen für einen Neubau, doch erst das verlängerte Förderprogramm für die Schaffung von Kinderkrippenplätzen brachte den Stein ins Rollen. „Im Juni fiel der Startschuss und dann ging es quasi im Zweiwochentakt in den Verfahrensgang“, berichtete Kretschmar und war voll des Lobes über die beteiligten Akteure. Insbesondere die teilnehmenden Architektenbüros hatten gerade einmal vier Wochen Zeit für die Abgabe eines Entwurfs. 

"Tolle Lösung" 

Prof. Girsberger würdigte die Arbeiten aller Teilnehmer ausführlich und begründete die Auswahl der drei Preisträger in dem anonymen Verfahren, bei dem alle Arbeiten mit Tarnzahlen versehen waren. Der 1. Preis ging an Ullmer-Architekten aus München mit Dipl.-Ing. Architekt Gerhard Ullmer unter Mitarbeit von Nadine Behler. „Auf den ersten Blick ist hier eine Lösung mit viel Fingerspitzengefühl entstanden“, so Girsberger und nannte „das Haus für Kinder eine tolle Lösung“. 

Weitere Preisträger waren Noichl Blüml Architekten aus Oberstdorf (2. Preis) und Maucher und Höß Architekten GmbH aus Kempten (3. Preis). 

Das neue Haus bietet 50 Plätze in zwei Gruppen für Kinder, davon zehn für Schulkinder in der Nachmittagsbetreuung. Außerdem sind zukünftig 15 Krippenplätze vorhanden. „Wir wollten den Familien für alle Kinder ein Angebot machen und so eine Anlaufstelle bieten“, sagte der Pfarrer und freut sich besonders über den „kommunikativen Innenraum“ des ersten Preisträgers. Auch Leiterin Gabi Schmidt ist begeistert: „Wir freuen uns sehr! Es ist gut gelaufen, weil das Beste für die Kinder rausgekommen ist.“ 

Insgesamt hatten sich sieben Architekten an dem Wettbewerb beteiligt. Von der Evang.-Luth. Gemeinde als Auslober war ein unabhängiges Preisgericht mit Fachpreis- und Sachpreisrichtern zur Bewertung der Arbeiten eingesetzt worden. Fachpreisrichter waren Harald Klein, Ralf Baur und Prof. Girsberger – allesamt Bauingenieure und Architekten. Dem Sachpreisgericht gehörten Pfarrer Kretschmar, Ernst Schönhaar (Vertrauensobmann Kirchenvorstand) und Sigrid Schmidt (Fachberatung Evang. Kindertagesstätten Bayern) an. Außerdem waren Stadtplaner Man- fred Pfefferle, Kirchenvorstandsmitglied Eli Thomae und Ulrike Glogowski als Elternbeiratsvorsitzende der Kindertagesstätte sowie die Leiterin der Kindertagesstätte, Gabi Schmidt, ständige Mitglieder im Beratungsteam. 

Die nächste Hürde ist nun die Genehmigung der Regierung von Schwaben. Auch der weitere Blick in die Zukunft verspricht eine hohe Gangart; denn gemäß Förderrichtlinien muss das Gebäude bis Ende 2014 seiner Bestimmung übergeben worden sein. Die eingereichten Arbeiten sind noch bis Mitte nächster Woche im Heinzelmann-Stift in Kaufbeuren öffentlich ausgestellt und können dort besichtigt werden. von Wolfgang Becker

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