Neubau statt Sanierung

Der Kindergarten Heilige Familie in der Eibergstraße 15 ist in die Jahre gekommen und soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Der Kindergarten Heilige Familie in der Eibergstraße in Kaufbeuren soll neu gebaut werden. Der Grund: Das alte Gebäude ist über 30 Jahre alt und energetisch nicht mehr zeitgemäß. Darüber hinaus reichen die vorhandenen Räumlichkeiten nicht mehr aus. Der Verwaltungs-, Finanz- und Stiftungsausschuss empfahl in seiner jüngsten Sitzung dem Stadtrat, einem Neubau zuzustimmen und einen Baukosten- zuschuss in Höhe von 81 Prozent (höchstens 636.200 Euro) zu gewähren.

Wie Stadtkämmerer und Leiter des städtischen Finanz-, Sozial- und Schulreferats Markus Pferner dem Gremium ausführte, hätten Überprüfungen ergeben, dass eine Sanierung des Bestandes sehr aufwändig sei und mit rund einer Million Euro zu Buche schlagen würde. Ein Neubau auf dem bestehenden Grundstück in der Eibergstraße sei dagegen kostengünstiger und wirtschaftlicher. Daher habe man sich in enger Abstimmung mit dem Träger des Kindergartens, der Katholischen Kirchenstiftung, entschlossen, das alte Gebäude abzureißen und einen neuen Kindergarten zu errichten. Die anstehenden Arbeiten sollen unter laufendem Betrieb der Einrichtung ausgeführt werden. Wenn dann der Neubau fertig sei, könne der Kindergarten vom alten ins neue Gebäude umziehen, erklärte Pferner. Eine konkrete Zeitschiene konnte Pferner den Ausschussmitgliedern noch nicht nennen. Jedoch werde man „mit Hochdruck“ bei der Regierung von Schwaben die nötigen Förderunterlagen einreichen. Aktuell verfügt der Kindergarten der Katholischen Kirchenstiftung über eine Fläche von rund 196 Quadratmetern. Zwar bestehen laut Pferner vergleichsweise große Gruppenräume, die jedoch bautechnisch nicht in zwei Räume aufgteilt werden können. Daneben fehlen weitere Nebenräume, ein Personalraum und ein Mehrzweckraum. Auch seien Garderoben- und Eingangsbereich „sehr beengt“. In der Sitzung wurde nun über einen Zuschussantrag der Katholischen Kirchenstiftung der Pfarrei Heilige Familie beraten. Dabei stand nach Anfrage von Christian Sobl (CSU) auch die momentane Auslastung des Kindergartens im Fokus. Laut Pferner seien aktuell beide Gruppen ausgelastet, eine Betriebserlaubnis bestehe für 55 Plätze. Mit dem Neubau könnten dann rund 150 Kinder betreut werden. Auch OB Stefan Bosse sieht die Zukunft des Kindergartens als gesichert an. Mit dem geplanten Neubaugebiet im Kaufbeurer Norden kämen sicher auch junge Familien, für die die Einrichtung interessant sei, hofft der Rathauschef. Letztlich befürwortete der Ausschuss den Neubau des Kindergartens. Vorbehaltlich der staatlichen Förderung soll ein Baukostenzuschuss in Höhe von 81 Prozent der voraussichtlichen Gesamtkosten, höchstens jedoch 636.200 Euro gewährt werden. Insgesamt wird der Kindergartenneubau (in der Summe rund 787.700 Euro) wie folgt finanziert: Die staatliche Förderung beträgt rund 260.800 Euro (33 Prozent), der Träger, die Katholische Kirchenstiftung, übernimmt 151.500 Euro (19 Prozent) und die Stadt zahlt 375.400 Euro, was 48 Prozent entspricht.

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