Brückenbau: Stadträte befürchten nach Erweiterung mehr Lkw-Verkehr

Neue Brücke für die Eisenbahn

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Die Bahnunterführung an der Augsburger Straße soll neu und vor allem größer gebaut werden.

Buchloe – Die Autofahrer dürfen sich im übernächsten Jahr auf eine einjährige Sperre der Bahnunterführung an der Augsburger Straße zwischen Gartenweg und Bergstraße einstellen.

Als nicht mehr sanierungsfähig gilt die über 100 Jahre alte Eisenbahnbrücke an der Augsburger Straße in Buchloe. Nun soll ein Neubau ab übernächstem Jahr Abhilfe schaffen. Davon setzten vorige Woche Wolfgang Kriechbaum von der Deutschen Bahn und Josef Merk vom Staatlichen Straßenbauamt in Kempten den Stadtrat von Buchloe in seiner jüngsten Sitzung unter Leitung der 2. Bürgermeisterin Irmgard Ablasser in Kenntnis. Baubeginn soll im Frühjahr 2015 sein. 

Neben der bestehenden Brücke soll ein neues Brückenteil gebaut und später an Stelle der alten Brücke eingeschoben werden. Die Bauzeit wird von den Fachleuten mit sieben Monaten beziffert. Dazu kommt der Bau der Straße unter der Brücke. Um eine den Vorschriften entsprechende Durchfahrtshöhe von 4,50 Meter zu erreichen, muss die Straße tiefer gelegt werden. Wegen des hohen Grundwasserstandes an dieser Stelle ist der Bau einer Wanne erforderlich. Die Bauzeit für diesen Bauabschnitt ist auf fünf Monate veranschlagt. Der Bahnverkehr auf der Strecke Kaufering – Buchloe wird bis auf die wenigen Tage, in denen die neue Brück eingeschoben wird, nicht beeinträchtigt werden, so Kriechbaum. 

Die neue Unterführung soll nicht nur höher sondern auch breiter werden. Bisher reichte die Breite gerade aus, dass zwei Pkw nebeneinander knapp Platz haben. Einen Fußweg oder Radweg gibt es nicht. Die lichte Breite, die nun angedacht ist, liegt bei 11,80 Meter. Eine weitere erhebliche Verbesserung soll der Einbau eines Geh- und Radweges mit rund drei Metern brutto sein. Im Frühjahr 2016 kann alles fertig sein. Soweit der Plan. „Gegenwärtig steckt man mitten im Planungsprozess“, sagte der Bahnfachmann. Die Verfahren sehen vor, dass viele Stellungnahmen, unter anderem von der Naturschutzbehörde und dem Wasserwirtschaftsamt eingeholt werden müssen. 

Die Kosten der Gesamtmaßnahme werden nach einer ersten Schätzung bei 2,9 Millionen Euro liegen, davon entfallen 1,9 Millionen Euro auf die Eisenbahnüberführung. Die Straßenbau- kosten werden vom Staatlichen Bauamt in Kempten getragen, da es sich um eine Staatsstraße (2035) handelt. Doch ganz ohne Kosten wird Buchloe nicht davon kommen. Die Stadt muss für den Geh- und Radweg aufkommen müssen. Dieser Anteil wird auf zehn Prozent der Straßenbaukosten geschätzt. Da hier Zuschüsse möglich sind, dürfte der Eigenanteil von Buchloe dann bei fünf Prozent liegen. „Alles sind noch Schätzzahlen, die endgültigen Kosten werden später im Rahmen der Ausschreibung ermittelt“, so Ablasser. 

Grundsätzlich begrüßte der Stadtrat den Ausbau der Unterführung und die Ergänzung durch einen Geh- und Radweg. Bedenken hatten einige Stadträte über eine mögliche Zunahme des Lkw-Verkehrs, wenn das Nadelöhr der alten für Lkws zu niedrigen Unterführung wegfalle. Sie regten an, darüber nachzudenken, wie man diesen Verkehr auch weiterhin um den Ort führen könne. Der Stadtrat gab dann einvernehmlich seine Zustimmung für die Planung. von cs

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