Partizipativer Ansatz

Neue Funktionsräume in der Kita Don Bosco

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Das neue Atelier in der Kita Don Bosco wird bereits gerne genutzt.

Kaufbeuren – Nachdem in der Kindertagesstätte Don Bosco im November letzten Jahres eine Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren eingerichtet wurde, gingen die Veränderungen im Verlauf des Kita-Jahres weiter.

In vielen Teamgesprächen sowie in Absprache mit dem Träger, der Stadt Kaufbeuren, entwickelte das Team unter Leitung von Teresa Schempp gemeinsam mit dem Elternbeirat ein neues konzeptionelles Ziel: Ab September 2018 möchten die pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung im Kaufbeurer Süden partizipativer arbeiten. Die Leiterin der Einrichtung erläutert: „Wir möchten, dass die Kinder aus Eigenantrieb und Eigeninteresse lernen, denn nur so nehmen sie viel aus Bildungsaktivitäten mit. Wir wollen die Selbstständigkeit der Kinder fördern und sie Planungsabläufe selbst organisieren lassen. Denn das sind sehr wichtige Basiskompetenzen für das weitere Leben.“

Um die ganzheitliche Förderung der Kinder zu ermöglichen, haben die pädagogischen Fachkräfte gemeinsam mit den Kindern angepackt und im Laufe des Jahres die Kita und deren Räumlichkeiten zu Funktionsräumen umgestaltet. Die Kinder dürfen nach den altershomogenen Morgenkreisen, in welchen sie entsprechend ihrer Entwicklung gefördert werden, alle Funktionsräume nach ihren persönlichen Vorlieben und Interessen nutzen. Die Fachkräfte bieten dort je nach Thema unterschiedliche Bildungsaktivitäten an. Beispielsweise gibt es nun ein Atelier zum Werken und Gestalten, wo die Kinder ihre Kreativität ausleben und ihre Feinmotorik verbessern können. In der Turnhalle werden die physische Kompetenz und die Grobmotorik gefördert, im Konstruktionsraum das mathematische Denken und die kognitiven Fähigkeiten. 

Große Bedeutung hat auch der liebevoll gestaltete Essensraum. Er ist durch offene Regale, die Essensanordnung und die Begleitung einer Fachkraft kommunikativ gestaltet und fördert die Selbstständigkeit. „Mahlzeiten sind wichtig für das Wir-Gefühl, die Entwicklung der Sprache und die Entwicklung von Werten“, so Schempp. „Beliebt ist auch unser großes Wohnzimmer, das den Kindern eine Rückzugsmöglichkeit bietet. Außerdem steht den Kindern rund um die Uhr die schöne Terrasse mit einem Gartenteil zur Verfügung und auch eine große Puppenecke.“

Einige neue Räume werden von den Kindern bereits kräftig genutzt, und das ganze Team freut sich, nach dem Sommerurlaub komplett nach der neuen Konzeption zu starten.

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