Positive Grundtöne beim Richtfest für neue Landwirtschaftsschule am Grünen Zentrum in Kaufbeuren

Zentrum des Fortschritts

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Voraussichtlich Ende September kommenden Jahres soll die Landwirtschafts- und Technikerschule fertig sein.

Ostallgäu/Kaufbeuren – Am Grünen Zentrum in Kaufbeuren ist ein Großteil der Bauarbeiten gemeistert: Zum Richtfest für den Neubau der Landwirtschafts- und Technikerschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement sowie des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kamen viele Gäste und Redner, die die Wichtigkeit des Landwirtschaftssektors als Zukunftsthema bezeugten. Die ungemütlichen Wetterverhältnisse taten der positiven Grundstimmung dabei keinen Abbruch.

„Ein lange währendes Projekt hat Gestalt angenommen“, freute sich Cornelia Bodenstab, Behördenleiterin am Bauamt Kempten. Durch die gute Zusammenarbeit von Architekten, Ingenieuren und Handwerkern sei ein topmodernes Bauwerk entstanden, das den heutigen Anforderungen an das Thema Energie gerecht werde.

Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, zollte insbesondere auch den Handwerkern großen Respekt für ihre „unermüdliche Arbeit bei Wind und Wetter“. Begrüßenswert fand Eck darüber hinaus, dass beim Bau vor allem auf Holz als nachwachsenden Rohstoff gesetzt wurde. Eine fast 2000 Quadratmeter große Nutzfläche stehe künftig zur Verfügung, die ausgezeichnete Arbeitsbedingungen für die Menschen biete. Mit der Entstehung des „grünen Bereichs“ sei gelungene Integration und ein „Wir-Gefühl“ verbunden.

Es habe kritische Diskussionen zum Bauvorhaben gegeben; darüber, ob es praktisch oder zukunftsfähig sei. Gerade mit Blick auf die Zukunft zeigte sich Eck aber überzeugt, dass das Projekt im Sinne all derer sei, denen ihr Land am Herzen liege. „Unabdingbar wichtig“ sei es, über neue Erkenntnisse im landwirtschaftlichen Bereich aufzuklären und diese gemeinsam zu besprechen.

Auch Landrätin Maria Rita Zinnecker betonte, dass landwirtschaftliche Belange „in der DNA der Region“ lägen. Die Herausforderungen in diesem Bereich werden nicht weniger, und so gewährleiste die Technikerschule – die einzige in ganz Deutschland, an der man sich zum Techniker für Ernährungs- und Versorgungsmanagement ausbilden lassen kann – einen hohen Bildungsstandard.

Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse freute sich in diesem Sinne über den Baufortschritt in Kaufbeuren sowie den Zuspruch und die Unterstützung im Bereich der Behördenverlagerung: Der Staat habe hier „Flagge gezeigt“, verkündete Bosse zufrieden.

Nicht minder stolz bezeichnete Hubert Bittlmayer, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, das Bauprojekt als „Leuchtzeichen für den Sektor“, als präsentes und sichtbares Symbol für die Zukunft. Ein grünes Zentrum wie dieses sei „wichtig für die Gesellschaft und für Bayern“.

Die vermittelten Inhalte, so Bittlmayer, seien sowohl für Landwirte als auch für die Umwelt von großer Bedeutung: Unternehmensmanagement solle ebenso gelehrt werden, wie auch Beratungen zum Thema Tierwohl und Weiterentwicklung des Betriebs auf dem Lehrplan stehen. Aber auch als Dialogzentrum soll es verstanden werden, in dem mit der Bevölkerung über den Nutzen landwirtschaftlicher Aspekte debattiert werden kann. Zu Mut und Zuversicht rief Bittl­mayer abschließend auf und richtete dies ebenso an die Menschen, die das Gebäude künftig „mit Geist erfüllen werden“.

Von Seiten der Familie Rubner mit ihrem Holzbau-Unternehmen in Augsburg folgte darauf der Richtspruch, an den sich für alle Gäste ein Richtschmaus auf der Baustelle anschloss.

Voraussichtlich Ende September nächsten Jahres – zum kommenden Schuljahr – können Azubis und Co. dann Einzug in die neuen Räume halten und Speisesaal, Großküche, Veranstaltungsraum, sowie Büro- und Schulräume ausgiebig nutzen.

von Mahi Kola

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