Neue Wohnanlage im Momm-Viertel

Eine Wohanlage mit moderner Architektur soll im Momm-Viertel entstehen. Computeranimation: Acredo-Bau

Eine Wohnanlage mit bis zu 36 Wohneinheiten soll auf einem Areal östlich der Momm-Villa ent- stehen. Eine Bauvoranfrage behandelte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Vorgesehen sind mehrere Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser sowie Doppelhaushälften. Geplant sind drei- bis viergeschossige Häuser in Flachdachbauweise. Wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zur Holz-Espermüller GmbH soll zudem eine rund fünf hohe Lärmschutzwand errichtet werden.

Für Stadtplaner Manfred Pfefferle, ist diese Art der Bebauung „eine Bereicherung für Kaufbeuren“. Kritisch sei indes die Nähe zum benachbarten Gewerbegebiet. Aus diesem Grund könne die Bebauung nur vollzogen werden, wenn ein rund fünf Meter hoher Lärmschutzwand errichtet wird. Ein Bebauungsplan müsse für dieses Areal nicht aufgestellt werden. Der Grund: Die Träger öffentlicher Belange wurden bereits gehört und dessen Anmerkungen werden in die Baupläne berücksichtigt, so Stadtplaner Pfefferle. Eine weitere Voraussetzung für die Umsetzung des Bauvorhabens durch den Investor Acredo-Bau, sind noch zwei Erschließungsverträge mit der Stadt Kaufbeuren. Laut Arcredo-Geschäftsführer Gerhard Schlichtherle muss zum einen die Privatstraße „Am Bleichanger“ komplett ausgebaut werden und zum anderen ist eine neue Stichstraße erforderlich, die das neue Wohngebiet erschließt. Die Kosten für beide Maßnahmen beziffert Schlichtherle auf rund 800.000 Euro. Für die Stichstraße hat der Investor mit „Erasmusweg“ auch schon einen Namensvorschlag. Dies passe gut in die Gegend, denn Erasmus sei der Schutzpatron der Bleicher und Weber. Schlichtherle selbst beschäftigt sich bereits seit drei Jahren mit den Plänen für das neue Wohngebiet. Auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Areal sind rund 36 Wohneinheiten die sich auf vier Einfamilienhäuser, acht Doppelhaushälften sowie bis zu 24 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern verteilen. „Die Nachfrage ist bereits riesig“, erklärt Schlichtherle. Das neue Wohngebiet soll laut Schlichtherle auch die in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche denkmalgeschützte Momm-Villa nicht beeinflussen: „Wir wollen die Momm-Villa nicht verbauen.“ So sehen die Pläne Wohnwürfel vor, die den Blick durch Sichtachsen auf die Villa zulassen. Auch die Höhe der geplanten Häuser übertrifft die der Momm-Villa nicht. Mit Blick auf die zu errichtende Lärmschutzwand sagt der Investor: „Durch die Bepflanzung wird sie aussehen, wie eine große Hecke.“ Wenn alles nach Plan verläuft, will Schlichtherle mit den Tiefbaumaßnahmen im Mai/Juni beginnen. Die Hochbaumaßnahmen könnten dann im September starten, die ersten Häuser wären dann Mitte 2012 bezugsfertig. 2013 soll die komplette Baumaßnahme abgeschlossen sein. Der Bauausschuss gab der Bauvoranfrage in seiner jüngsten Sitzung bereits grünes Licht. Gerhard Limmer (CSU) forderte, mit den alten Kastanien vorsichtig umzugehen, die sich an der Straße „Am Bleichanger“ befinden. Ernst Schönhaar (CSU) befürchtete, dass die Stadt bei der Übernahmen der beiden Straßen auch ein marodes Kanalnetz bekommt. Dazu Tiefbauamtsleiter Ulrich Hofmair: „Es wird hier ein komplett neues Kanalnetz errichtet.“

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