Bauprojekt in Oberbeuren soll Versorgungsanspruch der Bewohner erfüllen

Neuer Einkaufsmarkt

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Im Wohngebiet östlich der Apfeltranger Straße soll künftig unter anderem ein Einkaufsmarkt entstehen.

Kaufbeuren-Oberbeuren – Lange Zeit war unklar, wie das Wohngebiet östlich der Apfeltranger Straße in Ober­beuren am sinnvollsten genutzt werden kann. Die Baufelder in diesem Bereich liegen seit Jahren brach.

Die ursprüngliche Planung, die den Bau von 162 Wohnungen in dem Gebiet vorsah, von denen bislang 87 verwirklicht wurden, hat eine Richtungsänderung erfahren: Nun soll auf den noch freien Flächen ein Einkaufsmarkt, 64 Wohneinheiten und soziale Einrichtungen entstehen. Grünes Licht für die neue Planung gab es seitens der Stadträte im Bauausschuss.

Die Planungen und Vorbereitungen für das große Bauprojekt der Kemptener Sonnenfeld GmbH laufen in vollem Gange. Für die Bewohner des Gebiets, die bislang 1,2 Kilometer bis zu den nächstgelegenen Lebensmittelmärkten zurücklegen mussten, bedeutet dies laut Stadtplaner Manfred Pfefferle einen zentralen Schritt zugunsten ihrer Nahversorgung. Das Gebäude des Einkaufsmarktes, das südlich der Georg-Riedel-Straße errichtet wird, soll zusätzlich entlang der Apfeltranger Straße als Lärmschutzbebauung dienen. Zurückversetzt auf dem Dach des Gebäudes sind fünf Wohnungen mit Dachterrasse vorgesehen. Ausreichend Parkplätze sollen hinter dem Gebäude zur Verfügung gestellt werden.

Der Supermarkt mit einer geplanten Fläche von circa 1000 Quadratmetern müsse Pfefferle zufolge noch hinsichtlich der Größe, Umfang und Form sowie der Lage des Stellplatzes mitten im Wohngebiet auf Verträglichkeit überprüft und entsprechende Lösungen erarbeitet werden.

Weitere Gebäude sind auf einem 3650 großen Grundstück nördlich der Georg-Riedel-Straße für die Nahversorgung, inklusive gewerblichen oder sozialen Einrichtungen geplant. Im Erdgeschoss werden voraussichtlich Shops, ein Café, Fitnessstudio, Getränkemarkt, Apotheke oder ähnliches einziehen. Die Fläche im Obergeschoss soll für Arztpraxen, Büros oder als Wohngelegenheit (18 Wohnungen) genutzt werden.

25 bis 30 Prozent der zusätzlichen Wohneinheiten – fünf Gebäude mit 40 Wohnungen – die durch die geplante Wohnbebauung östlich der Hans-Schmied- und Georg-Riedel-Straße auf einer 5450 Quadratmeter großen Fläche entstehen, sollen einkommensschwächeren sowie sozial schwachen Bevölkerungsgruppen zugute kommen. Bei allen Wohngebäuden wird größtenteils eine Barrierefreiheit, sowie familien- und altersgerechtes Wohnen angestrebt.

Der Bebauungsplan sieht die Umsetzung der Baumaßnahmen in drei Bauabschnitten vor, die ein flächen- und kostensparendes Bauen gewährleisten, und auf einen zeitnahen Abschluss des Bauvorhabens abzielen.

Von Mahi Kola

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