Festliche Amtseinführung des neuen evangelischen Stadtpfarrers Alexander Röhm

Vakanz hat ein Ende gefunden

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Der neue evangelische Stadtpfarrer Alexander Röhm.

Kaufbeuren – „Lobet den Herren“ – sangen die Gemeindemitglieder und Ehrengäste in der vollbesetzten Dreifaltigkeitskirche zu Beginn des Festgottesdienstes bei der offiziellen Amtseinführung des neuen evangelischen Stadtpfarrers Alexander Röhm.

Lange war die Stelle, seit der Verabschiedung von Pfarrer Thomas Kretschmar im Juli vergangenen Jahres unbesetzt. Das Warten ist nun vorbei. Seit August 2017 ist die frisch renovierte Wohnung im Pfarrhaus, inmitten der Kaufbeurer Altstadt, wieder mit „Leben erfüllt“. Am vergangenen Sonntag konnte die Gemeinde in der festlich geschmückten Dreifaltigkeitskirche ihren „neuen Pfarrer“ und seine Familie nun endlich auch persönlich kennenzulernen.

Dekan Jörg Dittmar sprach gleich zu Beginn des Gottesdienstes das aus, was auch viele der Anwesenden in diesem Moment dachten: „Die Vakanz ist vorbei! Die über ein Jahr lang verwaiste Pfarrstelle ist wieder besetzt“. Schnell sei man schon nach einem ersten Gespräch davon überzeugt gewesen, dass Alexander Röhm genau der „Richtige“ sei. Man habe nicht nur einen Pfarrer, sondern auch einen „Menschenfischer“ gesucht. Eine Aufgabe die Pfarrer Röhm voll erfülle und auch begeistere. Eine große Stärke von ihm sei die Gabe, sich intensiv mit den Fragen der Zeit zu beschäftigen, wobei der Mensch und was ihn bewege stets an erster Stelle stehe.

Bei aller Freude einen würdigen Nachfolger gefunden zu haben, erinnerte Dekan Dittmar auch daran, all denjenigen herzlichst zu danken, die in den zurück liegenden Monaten hervorragende „Arbeit“ geleistet haben. Angefangen bei Pfarrerin Britta Gamrath samt ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern lief alles, trotz schwieriger Ausgangslage, nahezu perfekt. Vor allen den ehrenamtlichen Helfern galt der aufrichtige Dank vonseiten des Dekans, der in diesem Zusammenhang darauf hinwies, dass gerade die „Ehrenamtlichen“ es sind, die dem Pfarrer den Rücken frei halten und stets zur Stelle sind, wenn man sie braucht.

Nach der feierlichen Installation und Überreichung einer von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm unterzeichneten Urkunde folgte die erste Predigt von Pfarrer Röhm an seiner neuen Wirkungsstätte. „Dein Wort ist die Wahrheit“ und Gotteswort nun auch in Kaufbeuren zu rühmen und weiterzugeben bildeten dabei das Grundthema.

Zur Überraschung aller Anwesenden trug Pfarrer Röhm bei dieser Gelegenheit auch noch die erste Strophe des Kaufbeu­rer Heimatliedes „O guldig`s Kaufbeura“ im nahezu perfekten Ostallgäuer Dialekt vor. Damit hatte er auf Anhieb die Herzen aller erobert. Er gab damit zu verstehen, dass er mit Laib und Seele an seiner neuen Wirkungsstätte verwurzelt sein möchte, obwohl er, wie er später in einem Gespräch gestand, natürlich auch ein Stück Heimat in seiner bisherigen Gemeinde Eschau in Unterfranken zurücklasse.

Gebürtig in Pirmasens in der Pfalz studierte der heute 38-Jährige zunächst in Neudettelsau, Halle an der Saale und Heidelberg. Kolbermoor, Marktredwitz und Eschau im Dekanatsbezirk Aschaffenburg waren die weiteren Stationen bevor es Alexander Röhm mit seiner Familie (Ehefrau Barbara - ebenfalls Pfarrerin - und den Kindern Jakob-Elia, Emma-Magdalena und Paul-Frederic samt Mischlingshündin Mia) ins Allgäu nach Kaufbeuren zog.

Nach den anschließenden Grußworten aus den benachbarten Kirchengemeinden und Stadtpfarrer Bernhard Waltner von St. Martin, zählte Oberbürgermeister Stefan Bosse einige Parallelen und Gemeinsamkeiten zwischen Pirmasens und Kaufbeu­ren auf und trug abschließend in Pfälzer Mundart das Pirmasenser Gegenstück zum „Guldigen Kaufbeura“ vor. Damit gelang ein gemeinsamer Brückenschlag von der Pfalz an den Wertachstrand und ins Allgäu, der neuen Heimat der jungen Pfarrfamilie.

Von Klaus Dieter Körber

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