Neuer Zustellstützpunkt der Deutschen Post in Betrieb

Post kommt auf leisen Sohlen

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Abteilungsleiter Auslieferung Michael Kipp (rechts) zeigt MdB Stephan Stracke den neuen ­StreetScooter.

Kaufbeuren – Den Umzug des Poststandorts von der Innenstadt in das Gewerbegebiet hatte man bereits 2016 geschafft. Am Montag wurden die neuen Räume offiziell ihrer Bestimmung übergeben, nachdem jetzt auch die für den Standort vorgesehenen neuen E-Zustellfahrzeuge eingetroffen und einsatzbereit sind.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde, bei der Oberbürgermeister Stefan Bosse die Glückwünsche der Stadt überbrachte und MdB Stephan Stracke Grußworte an die Anwesenden richtete, übernahmen die Beschäftigten des Zustellstützpunktes somit auch förmlich die neuen Räumlichkeiten in der Julius-Probst-Straße 2.

Bereits Anfang 2015 bemühte sich die Deutsche Post um ein geeignetes Objekt im Raum Kaufbeuren, bei dem neben einer möglichst verkehrsgünstigen Lage, eine ebenerdige Betriebsfläche sowie eine Hofsituation vorhanden sein sollte, die den Aufbau von E-Ladesäulen zum Laden und Betrieb neuer Elektrofahrzeuge ermöglicht.

Schließlich konnte nach längerer Suche und mit Unterstützung der Stadt Kaufbeuren ein geeignetes Bestandsobjekt gefunden und, nach entsprechenden Umbaumaßnahmen, das rund 1.570 Quadratmeter große Betriebsgebäude der Deutschen Post bezogen werden.

Die neuen Räume und der Anlieferbereich erfüllen alle Voraussetzungen einer modernen Logistikstation für die Zustellung der Briefe, Pakete und Päckchen in den Gemeinden Kaufbeuren, Biessenhofen, Baisweil, Bidingen, Eggenthal, Friesenried, Irsee und Ruderatshofen.

Der Standort Kaufbeuren gehört zur Niederlassung BRIEF Augsburg mit insgesamt 84 Zustellstützpunkten. Der neue Zustellstützpunkt versorgt im Großraum Kaufbeuren, zusammen mit seiner Nachbarbetriebsstätte in Kaufbeuren, Melchior-Elch-Straße 3 (hier sind weitere 20 Bezirke stationiert), eine Fläche von circa 150 Quadratkilometer, rund 37.000 Haushalte bzw. etwa 60.000 Einwohner. Derzeit sorgen im neuen Zustellstützpunkt Kaufbeuren insgesamt 55 Voll- und Teilzeitbeschäftigte Zusteller auf 37 Bezirken dafür, dass jährlich etwa 10,5 Millionen Briefe, Wurfsendungen, Pakete und Päckchen von Montag bis Samstag pünktlich und sicher zu ihren Empfängern kommen.

Neu auf den Straßen

Jetzt setzt die Deutsche Post auch die ersten StreetScooter in Kaufbeuren ein. Mit dreizehn dieser Elektrofahrzeuge bringen die Postboten neuerdings Briefe und Pakete zu ihren Kunden. Susanne Hagspiel, Postbotin beim Zustellstützpunkt Kaufbeuren, ist begeistert vom StreetScooter: „Der Laderaum öffnet sich auf Knopfdruck und Pakete können bequem von drei Seiten ein- und ausgeladen werden. Die höhere Ladefläche schont außerdem den Rücken der Zusteller und die große Halterung für Briefbehälter auf der Beifahrerseite ist sehr praktisch.“ Und nicht nur Hagspiel schwärmt von den neuen Elektrofahrzeugen. „Viele Kunden sprechen unsere Zusteller unterwegs an, sie finden den StreetScooter toll und wollen alles Mögliche über ihn wissen“. „Lediglich manche Kunden, die bisher beim Hören des heranfahrenden Postautos aus dem Haus gekommen sind, um ihre Sendungen entgegenzunehmen, haben sich an die geräuschlose Zustellung noch nicht gewöhnt und den Postboten vorgeschlagen, zukünftig zu hupen.“

Das Elektrofahrzeug ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Deutschen Post und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und wurde speziell auf die Anforderungen im Zustelldienst zugeschnitten. Dazu wurde den Postboten eigens ein Mitspracherecht bei der Fahrzeugentwicklung eingeräumt. Die Deutsche Post hat die StreetScooter GmbH im Dezember 2014 übernommen und produziert ihre Zustellfahrzeuge seither selbst. Heute fahren rund 2.500 StreetScooter für die Deutsche Post.

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