Eröffnungsfeier am Heinzelmannpark

Viele Vorteile

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Was gibts als nächstes zu tun? Thomas Maier (2. v. re.), Leiter der Dobler-Baubetreuung, Pfarrer Thomas Kretschmar (re.) als Vorsitzender des Diakonievereins, Dobler-Chef Peter Dobler (2. v. li.) und OB Stefan Bosse bei der Eröffnungsfeier vor dem Eingang der Stadtapotheke im neuen Ärztehaus.

Kaufbeuren – Betrieb herrscht hier schon seit einiger Zeit, jetzt ist es offiziell eröffnet: Das neue Ärztehaus am Heinzelmannpark. Am vergangenen Freitag machten sich bei der Feier am Vormittag nicht nur Bauherren, Stadtverwaltung und Vertreter des ausführenden Unternehmens Dobler ein Bild von den Räumlichkeiten.

Oberbürgermeister Stefan Bosse sprach dabei auch über die Kritik, die hinsichtlich der Auswirkungen solcher Projekte auf die Innenstadtentwicklung von öffentlicher Seite immer wieder geäußert wird. 

Mit dem Ärztehaus ist ein Zentrum der medizinischen Grundversorgung auf rund 1.600 Quadratmetern innerhalb des Heinzelmannparks entstanden. Optisch fällt das Gebäude vor allem durch den Rundbau auf, für den in der firmeneigenen Zimmerei extra eine riesige Betongußform hergestellt wurde. 

Auch einige Praxen, die bislang in der Innenstadt zu finden waren, haben die Gelegenheit genutzt und sind in die komfortablen Räumlichkeiten umgezogen. „Wir können uns neuen Strukturen nicht entgegenstellen“, sagte OB Bosse in seiner Ansprache. „Lasst uns die Chancen für die Innenstadt auf andere Weise entwickeln“. 

Lobende Worte für das Projekt fand Pfarrer Thomas Kretschmar, 1. Vorsitzender des Trägers Diakonieverein. Das Ärztehaus sei ein wichtiges Element im Heinzelmannpark. Kurze Wege für die Bewohner zu den Praxen und zur Filiale der Stadtapotheke seien ein großer Pluspunkt, auch führe das Ärztehaus zu einer Belebung des Viertels. 

Auch nach Ansicht von Peter Dobler, Geschäftsführer der Dobler GmbH Kaufbeuren, ist bei dem Projekt alles richtig gelaufen. „Gute Erreichbarkeit, Parkplätze und die Barrierefreiheit“ sind auch für ihn starke Argumente pro Ärztehaus. Man müsse solche Projekte „primär aus Sicht der Kunden sehen“. Viele wichtige Voraussetzungen für Praxen seien in der Innenstadt einfach nicht gegeben. 

Für Erich Degenhardt, Chef der Stadtapotheke, war die Nähe zum Seniorenheim, die größeren Räume und die Ärzte im Haus der Grund, hier neben der bestehenden Apotheke in der Kaiser-Max-Straße eine Zweigstelle zu eröffnen. Er ist zufrieden damit, wie das Geschäft in den vergangenen Monaten angelaufen ist. Physiotherapeut Jacques Roger war zuvor im Trentini-Haus in der Gutenbergstraße angesiedelt. Ihn haben vor allem die dortige fehlende Barrierefreiheit und die Parkplatzsituation zum Umzug bewogen. 

Auch Gottes Segen durfte bei der offiziellen Eröffnung natürlich nicht fehlen. Thomas Kretschmar als evangelischer Geistlicher und der katholische Stadtpfarrer Bernhard Waltner erbaten den himmlischen Schutz für das Projekt, wobei Kretschmar nicht versäumte, zu betonen: „Am Ende kommt es nicht auf den Arzt, sondern auf Gottes Liebe an“.

von Michaela Frisch

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